Prognose und Prävention

So geht die Polizei gegen die Einbruchswelle in München vor

Mit diesen Flugblättern will die Polizei Diebe schnappen, bevor sie zuschlagen.

Prävention statt Nachsehen, darauf will die Münchner Polizei nun setzen um Einbrüche zu verhindern, bevor sie passieren. Bewohner der am meisten betroffenen Viertel sollen sensibilisiert werden.

München - Mit einer neuen Aktion versucht die Polizei, nach einem Einbruch die Wahrnehmung der Nachbarschaft zu schärfen. Dort, wo gerade ein Einbruch war, wirft sie Flugblätter in die Briefkästen – und hofft so, Hinweise auf verdächtige Personen zu bekommen. Die Erfahrung zeigt: Einbrecher schauen sich vorher genau nach geeigneten Objekten um, klingeln zuweilen unter einem Vorwand oder begutachten die Rückseiten von Häusern. „All das kann aufmerksamen Nachbarn auffallen“, sagt Kriminalhauptkommissar Wolfgang Inderst, der das Pilotprojekt begleitet. 

Im Idealfall sollen die Hinweise zu Festnahmen führen. Inderst betreut auch das Prognose-System Precops, mit dem die Polizei berechnet, in welchem Viertel wahrscheinlich demnächst eingebrochen wird. Zurzeit sind laut Inderst reisende Banden in München unterwegs, die oft zwischen 16 bis 21 Uhr einsteigen. Sechs bis acht Einbrüche täglich sind es derzeit. Rund um die Einbruchsorte werden nun im Umkreis von einem knappen Kilometer die Flugblätter verteilt.

Video: Einbruch: Das Leiden der Opfer

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