So gewann ich den Kampf gegen den Nierentumor

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Extremkletterer Thomas Huber

München - Der bayerische Extremkletterer Thomas Huber (44) hat in den vergangenen Monaten seine wahrscheinlich größte Herausforderung gemeistert: den Kampf gegen den Tumor!

Nein, die Gefahr ist nicht die nackte Felswand, nicht die schwindelerregende Tiefe… Es ist der Feind im eigenen Körper, die Krankheit. Der bayerische Extremkletterer Thomas Huber (44) hat in den vergangenen Monaten seine wahrscheinlich größte Herausforderung gemeistert: den Kampf gegen den Tumor!

Eigentlich hatte sich Thomas Anfang des Jahres zusammen mit seinem Bruder Alexander (42) auf eine große Expedition vorbereitet. Zwischendrin ließ er noch einen medizinische Routine-Untersuchung machen – das Ergebnis war ein Schock. Da sei ein tumorartiges Gebilde auf der Niere, haben die Ärzte dem Älteren der beiden Huberbuam gesagt. Die Kletterer sagten die Expedition ab. Für Thomas Huber ging’s stattdessen in den Operationssaal im Klinikum Großhadern, Anfang des Jahres war das. „Es war ein schwerwiegender Eingriff“, sagt er heute. Die Karriere stand auf dem Spiel. Und das Leben. „Der Tumor war zum Glück gutartig“, sagt Thomas. Dennoch war sein Körper nach der OP geschwächt: „Ich war zwei Monate außer Gefecht.“

Aber eine Sache ist Thomas während der Reha nicht aus dem Kopf gegangen. Alexander hatte ihm von einer extrem fordernden Route an der Steinplatte in der Region der Loferer Alm erzählt. Überhängende Pfeiler, wahnsinnig steil, brutale Griffe, Schwierigkeitsgrad elf. Das ultimative Kletter-Abenteuer! Die Huberbuam haben dem kompromisslosen Projekt gleich mal einen Namen gegeben: „Karma“. Jenes Karma hat Thomas dabei geholfen, wieder gesund zu werden. Er erzählt: „Daran habe ich mich hochgezogen.“ Immer wieder hat er sich gesagt: „Ich möchte dieses Jahr diese Route klettern.“ Diese wahnsinnige Linie, eine der schwierigsten in den Alpen, wolle er durchsteigen: „Das war meine Motivation.“

Und es hat funktioniert! Thomas ist wieder ganz gesund – und er ist die Route inzwischen geklettert, in einer Seilschaft mit Alexander. Mehr noch: Das ZDF hat sich gemeldet. Eine Doku mit den Huberbuam wollten sie drehen, haben sie gesagt. In 3D, mit neuen Spezialkameras. Die Huberbuam haben vorgeschlagen, das Filmteam solle sie doch einfach zur „Karma“ begleiten. Das ZDF willigte ein.

60 Prozent der Aufnahmen sind schon abgedreht. Im August soll alles fertig sein. Anfang Oktober soll der Film im TV und im Internet laufen.

ses

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