Niklas Süle schwer verletzt: FC Bayern bestätigt Horror-Diagnose

Niklas Süle schwer verletzt: FC Bayern bestätigt Horror-Diagnose

Neue Dokuserie über Münchner Polizei bei Sat.1

So kämpfen diese Cops gegen Jugendgewalt

+
Die Jugendcops und Kommissariat 105 im Einsatz Nico Witte (l.) und Ralph Kappelmeier.

München - Der Jogger liegt auf dem Boden. Er wimmert, Blut läuft ihm übers Gesicht.

Eine Gruppe angetrunkener Jugendlicher hat ihn überfallen und halbtot geschlagen, einfach so. Was wie ein schlechter Thriller klingt, ist Wirklichkeit: Die neue Sat.1-Dokuserie „Die Jugendcops & Kommissariat 105 im Einsatz“ zeigt ab Mittwoch Beamte der Münchner Polizei bei ihrer Arbeit im Kampf gegen Jugendkriminalität. Protagonisten sind Kriminalhauptkommissar Nico Witte (49) und Kriminaloberkommissar Ralph Kappelmeier (41) vom K 105, das speziell für Prävention, Resozialisierung und Opferschutz zuständig ist. „Am Anfang waren wir sehr zurückhaltend“, sagt Kommissariatsleiter Arno Helfrich – auch deshalb, weil die anderen Mitarbeiter im K 105 jetzt für die TV-Kommissare mitschuften müssen. „Wir sehen in der Serie aber eine Chance, Inhalte, die sonst nur wenige Personen erreichen, vielen zu vermitteln.“

Das Muster ist immer gleich: Laiendarsteller und die Jugendcops, eine zivile Einsatztruppe der Münchner Polizei, spielen die reale Straftat nach, im dokumentarischen Teil treten Witte und Kappelmeier auf den Plan. Gespräche mit dem Täter, Besuche bei der Mutter und in der Schule – das Duo arbeitet wie im Alltag. In der ersten der zwölf Folgen konzentrieren sie sich auf Almedin, den 15-jährigen Bosnier, der immer wieder auf den Jogger eingetreten hat und keinerlei Schuldbewusstsein zeigt. Die Kommissare arbeiten auf eine Aussprache und eine Entschuldigung hin – ganz behutsam, versteht sich. Denn ohne Fingerspitzengefühl geht es nicht, wenn echte Opfer und echte Täter vor die Kamera sollen. „Wenn wir den Eindruck haben, dass die Kamera etwas kaputtmachen könnte, müssen wir uns etwas anderes überlegen“, sagt Kappelmeier.

Manchmal geschieht das erst während der Dreharbeiten: „Bei einer Folge über Rechtsradikalismus stellte sich heraus, dass der Täter in einem Zeugenschutzprojekt ist. Wenn sein Gesicht im TV zu sehen wäre, könnte er in Gefahr geraten“, so die Polizisten – die Folge wurde gestrichen. Läuft es nach Plan, greift jede Folge ein anderes der vom K 105 bearbeiteten Delikte – u.a. Stalking, Drogenmissbrauch, sexueller Missbrauch von Kindern – auf. Der Spagat, den TV-Team und Polizisten bei den Drehs wagen: „Wir müssen auf Einschaltquoten und Authentizität achten.“ Folge eins haben sich Witte und Kappelmeier bereits angeschaut. Erster Eindruck: „Es ist gut so.“

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesen

Junge Frauen lassen sich nachts heimlich bei Kaufland einsperren - und filmen sich
Junge Frauen lassen sich nachts heimlich bei Kaufland einsperren - und filmen sich
Spur des Schreckens: Jugendliche ziehen nachts durch Stadt und legen Brände - Feuerwehr verhindert Schlimmeres
Spur des Schreckens: Jugendliche ziehen nachts durch Stadt und legen Brände - Feuerwehr verhindert Schlimmeres
Zwei mal landeten Autos in U-Bahn-Abgang: Jetzt reagiert die Stadt
Zwei mal landeten Autos in U-Bahn-Abgang: Jetzt reagiert die Stadt
Bombendrohung gegen Gericht in München: 40 Beamte im Einsatz - Polizei gibt später Entwarnung
Bombendrohung gegen Gericht in München: 40 Beamte im Einsatz - Polizei gibt später Entwarnung

Kommentare