Getränkehändler, Eismann, Metzger

So rüstet sich München für die Hitze

München - Wie rüstet sich die Stadt für den möglichen Hitzerekord am Wochenende? Die tz hat sich umgeschaut - etwa bei einem Getränkehändler und einem Eismann.

Der Getränkehändler

„Schaun’s her, das ganze Bier ist leer. Bei der Hitze kaufen die Leute wie blöd, bevor sie am Flaucher grillen und baden“, sagt Ersin Öner (25), Getränkehändler in der Schönstraße. „Bei dem Wetter gehen bei mir täglich 45 Kisten Bier über den Tresen, das ist eine ganze Palette. Diese Woche habe ich schon 1000 Kisten verkauft, morgen kommen 500 neue.“ Auch bei Paulaner ist die Nachfrage deutlich gestiegen. Angst, dass das Bier ausgeht, hat die Brauerei aber nicht. „Die Abfüllung orientiert sich am Wetterbericht“, sagt Sprecherin Birgit Zacher.

 

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Der Eismann

Rund um die Uhr läuft die Eismaschine im Café Münchner Freiheit. Rund 130 Behälter Eis wandern täglich über die Ladentheke, jeder fasst acht Liter. Rekord! „An einem durchschnittlichen Sommertag brauchen wir weniger als 100 Behälter“, sagt Chef Max Eisenrieder. Die beliebtesten der 26 Sorten: schwarze Schokolade, Mango, Buttermilch-Zitrone und Vanille. Jetzt ist das Eis übrigens besonders cremig: „Weil es so schnell verkauft und nicht mehr durchgefroren wird“, erklärt Eisen­rieder.

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Kiosk im Bad

Der Ansturm kann kommen! Am Wochenende werden täglich bis zu 10 000 Münchner ins Ungererbad drängen. Eis und Pommes sind für jeden da. Denn Kiosk-Pächter Siegfried Anthuber hat nachgeordert: 3000 Eis am Stiel und in der Waffel liegen zusätzlich zu den normalen Vorräten im Kühlhaus. Genau wie mehrere hundert Kilo Pommes und 7000 Würstel. „Das sind die gefragtesten Speisen. Die dürfen nicht ausgehen“, sagt Anthuber. Falls es doch Engpässe gibt, helfen die Kollegen aus. „Mehrere große Wirte können uns notfalls etwas leihen.“

Der Metzger

„Wenn’s im Sommer draußen schee is, brennt bei uns die Hütte“, sagt Metzgermeister Andreas Gaßner. Vor dem Wochenende verkauft er in seinem Laden am Schlachthof so viel, dass ein Mensch rund um die Uhr eine Woche durchessen könnte. Gaßners Tipp: seine Berner- oder die Obatzn-Bratwurst. „Gut gehen auch die Sirtaki-Griller oder mein Liebling: die Tomaten-Mozzarella-Bratwurst.“ Auch Vinzenzmurr-Chef Markus Brandl bereitet sich auf den Ansturm vor: „Bei uns ist Rindersteak der Renner. Pro Woche verkaufen wir acht Tonnen Wurstsalat. Unsere Metzger prüfen immer den Wetterbericht.“

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Rubriklistenbild: © Jantz

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