Bettenzahl sinkt auf 2500

So sollen die Städtischen Kliniken saniert werden

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Das Klinikum Schwabing muss schrumpfen.

München - Korrekturen bei der Sanierung der Städtischen Kliniken: Vorstandsboss Axel Fischer legte dem Aufsichtsrat nun ein verfeinertes Konzept vor.

Unterm Strich bleibt alles gleich: Die Bettenzahl muss bis 2022 runter von 3300 auf 2500, die Zahl der Mitarbeiter von 8000 auf 6000. Durch Verschiebungen soll jedoch der stolze Standort Schwabing nicht ganz so arg bluten müssen. Zudem hofft Fischer auf einen Gesundheitscampus für die freien Häuser durch andere Betreiber – eine Bereitschaftspraxis wie im Elisenhof, ein Zentrum für ambulante OPs im alten OP-Trakt, Belegärzte, Reha-Einrichtungen.

Zudem will das Klinikum den internen Blutspendedienst loswerden: Der schreibt seit Jahren rote Zahlen und müsste Mitte 2016 auch noch raus aus der Dachauer Straße. Investitionen in Millionenhöhe stünden an! Für die rund 100 Mitarbeiter will Fischer beim Verkauf eine Beschäftigungsgarantie geben. Das letzte Wort über beide Pläne hat der Stadtrat.

Die Pläne im Einzelnen

Schwabing: Das heutige Flaggschiff mit 1000 Betten muss radikal schrumpfen – aber nicht ganz so stark wie ursprünglich geplant. Statt 290 Betten werden 400 erhalten. Nach dem Jahr 2022 soll die Hautklinik von der Thalkirchner Straße doch nicht nach Neuperlach, sondern nach Schwabing ziehen. Außerdem bekommt das Mutter-Kind-Zentrum eine operative Gynäkologie. Die Notfall-Klinik der höchsten Stufe bleibt im Plan.

Bogenhausen: Beim neuen Stammhaus bleibt die Planung unverändert bei 1020 Betten. Ab sofort bereitet ein Generalplaner den Neubau eines Funktionsgebäudes zur Auslagerung von Stationen vor, damit das Haupthaus saniert werden kann.

Thalkirchner Straße: Die Hautklinik mit heute 155 Betten bleibt bis 2022 am Standort, danach wird das Haus aufgegeben.

Neuperlach: Ursprünglich sollte die Dermatologie hierher ziehen in einen noch zu errichtenden Anbau, den spart sich das Klinikum nun und damit rund 20 Millionen Euro. Die Bettenzahl von heute rund 600 steigt nun nicht mehr auf 650, sondern sinkt auf 550.

Harlaching: Die heute 800 Betten schrumpfen unverändert auf 550. Allerdings soll durch Umplanung der Notfall-Standort mit Rettungshubschrauber sowie die Neurologie samt Reha gestärkt werden.

David Costanzo

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