Bei der Initiative „Voll in Form“ wird täglich 20 Minuten gesportelt

So sollen unsere Schüler fit werden

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Kultusminister Siegfried Schneider, Tatjana Mittermayer und Kajak-Ass Alexander Grimm (v. l.)

Zum Mittagessen eine Tiefkühlpizza, danach tütenweise Chips vor dem Fernseher – für viele Kinder ist ein ungesunder Lebensstil Alltag.

Das soll sich im neuen Schuljahr ändern: Mit gesunder Ernährung und jeder Menge Bewegung will das Bayerische Kultusministerium die rund 490 000 bayerischen Grundschüler wieder in Form bringen.

„Viele Kinder essen zu viel und bewegen sich zu wenig. Dadurch laufen sie immer früher Gefahr, übergewichtig zu werden und Haltungsschäden zu erleiden“, sagte Kultusminister Siegfried Schneider, der gestern gemeinsam mit den Olympiagewinnern Alexander Grimm (Gold im Einer-Kajak 2008) und Tatjana Mittermayer (Silber im Ski-Freestyle Buckelpiste 1998) den Startschuss für die Initiative „Voll in Form“ gab.

Ziel des Projekts ist, die Gesundheitserziehung an den bayerischen Grundschulen stärker in den Schulalltag einzubeziehen. So sollen sich die Grundschüler ab dem kommendem Schuljahr zusätzlich zum Sportunterricht an jedem Schultag mindestens 20 Minuten lang bewegen – zum Beispiel bei einem Bewegungsparcours im Klassenzimmer, einem Laufdiktat im Deutschunterricht oder einer Mathestunde in der Turnhalle. Außerdem soll von nun an in regelmäßigen Abständen ein gemeinsames Schulfrühstück mit gesunden Nahrungsmitteln wie Müsli, Obst und Joghurt auf dem Stundenplan stehen.

„Fitte Kinder können sich besser konzentrieren und lernen leichter“, erklärte Minister Schneider das zentrale Ziel der Initiative, die nach der erfolgreichen Pilotphase mit 29 Modellschulen im letzten Schuljahr 2007/2008 nun flächendeckend an den rund 2300 bayerischen Grundschulen eingeführt wird.

Tatjana Mittermayer, selbst zweifache Mutter, ist von dem Projekt begeistert: „Oft sind beide Eltern berufstätig und haben wenig Zeit für ihre Kinder. Deshalb ist wichtig, dass die Schule den Kindern in Sachen Gesundheit den richtigen Weg weist.“

„Ein unbeschreibliches Glücksgefühl“

Sein Leben hat sich seit den Olympischen Spielen um 180 Grad gedreht: Alexander Grimm (21) aus Augsburg gewann vor drei Wochen in Peking das Rennen im Einer-Kajak – und holte damit das erste Gold für Deutschland. „Ich wache noch immer jeden Morgen mit diesem unbeschreiblichen Glücksgefühl auf und kann immer noch nicht fassen, dass ich wirklich Gold gewonnen habe“, strahlt er.

Vor acht Tagen landete der 21-Jährige auf dem Münchner Flughafen – und seit seiner Rückkehr nach Deutschland ist in seinem Leben nichts mehr, wie es vorher war. Die Telefondrähte glühen, jeden Tag kommen etliche Medienanfragen für Interviews oder Auftritte. Auf der Straße schütteln ihm wildfremde Menschen die Hand und gratulieren zum Sieg, möchten Autogramme haben oder ein Foto mit dem Olympiasieger schießen. „Von einem Tag auf den anderen hat sich plötzlich jeder für mich interessiert – ich habe mich an den ganzen Trubel um meine Person noch gar nicht gewöhnt“, staunt Alexander Grimm.

Nach seinem Sieg bekam er haufenweise Fanpost, darunter auch einige Liebesbriefe. „Ich bin zwar Single, für eine Freundin habe ich momentan aber leider keine Zeit“, gibt er zu. Und hofft trotz aller Freude über die Medaille, dass sich der Medienrummel in den nächsten Wochen zumindest etwas legen wird: „Im Oktober fange ich mein Maschinenbau-Studium an der Uni Augsburg an. Jetzt freue ich mich auf ein ganz normales Studentenleben!“

Quelle: tz

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