So wird der neue Crown's Club

München - Die Eröffnung des neuen Crown's Club musste um einige Tage veschoben werden. Die Betreiber streben nach Perfektion - und versprechen einiges.

So wird der neue Crown's Club

So wird der neue Crown's Club

Es war ein fulminantes Closing-Wochenende, das der Crown’s Club am letzten Donnerstag in seiner alten Heimat hingelegt hat, mit rund 2500 R’n’B-Partygängern, die sich von dem Szene-Club am Kosttor verabschiedet haben. Mit Robbie Williams’ Let Me Entertain You endete am Sonntag morgen gegen acht Uhr zugleich eine Ära in der Keller-Diskothek, die bereits in den 70ern begann und in den 80ern mit der Baghwan-Disco Far Out Berühmtheit erlangte.

Final - MiSery @ old Crowns Club am 14.07.2011

Final - MiSery @ old Crowns Club am 14.07.2011

Künftig sollen in den Räumen Designer-Klamotten statt Wodka-Flaschen verkauft werden. Erst 2004 eröffnete Oliver Reif (damals noch zusammen mit Damir Fister und Philipp Jung) den Crown’s Club. „Das waren die schönsten sieben Jahre meines Lebens“, zieht Oliver Reif Zwischen-Bilanz. Unmittelbar nach der Party rückten die Handwerker an. „Einige Mädels hatten Tränen in den Augen, Stammgäste, die zuvor noch gefeiert hatten, halfen auf einmal mit, den Club zu zerlegen“, sagt Reif, für den das Ende auch ein Neubeginn ist. Denn Schluss ist mit dem Crown’s Club nur in der Innenstadt, die neue Heimat liegt an der Rosenheimer Straße 145, wo einst das Pacha residierte.

Noch läuft der Umbau mit Total­entkernung auf Hoch-Touren, weshalb Reif und sein Geschäftsführer Payam Bayatpour die für diesen Samstag geplante Eröffnung um fünf Tage auf den 28. Juli verschoben haben. „ Wir wollen unseren Gästen nichts Halbfertiges bieten, sondern stehen auf Perfektion“ sagt Reif. Noch sind die Bars nicht angeliefert, auch der grüne Steinboden ist nicht verlegt. Das Raumkonzept allerdings ist bereits deutlich erkennbar: Kleiner wird’s und feiner, mit erlesenen, natürlichen Materialien in erdigen Farben. Eigens angefertigte schmiedeeiserne Geländer mit der obligatorischen Krone fassen die Reservierungsbereiche rund um den atriumartigen Dancefloor ein, der lang gezogene Raum der Vorgänger-Diskos ist nicht mehr zu erahnen. Dafür finden sich allerlei Gimmicks wie 3D-Spiegel, Eisentore an den stillen Örtchen, Kronleuchter und jede Menge Flatscreens nebst Privatkühlschränke im VIP-Bereich.

Ebenfalls im Bau ist der große Garten mit kleinem Bach, fertig bereits das neue Restaurant, das Robert Trustaedt für Reif leitet. Trotz Hektik ist Reif „glücklich und zufrieden“. Sein Lebens-Motto hat er nicht nur als Firmenname seiner Betriebsgesellschaft gewählt, sondern sich jüngst auch als Tattoo auf dem rechten Oberarm verewigen lassen. Samt Krone, versteht sich.

Thomas Oßwald

Rubriklistenbild: © Bodmer

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