Sollner kämpfen für Haltestelle

Gebt uns bitte einen Bus zum Friedhof

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Wollen den Friedhofsbus: Emilie Eberhard (l.), Therese Endler (M.) und ihre Nachbarn

München - In Solln kämpfen Bürger für eine Bushaltestelle am Friedhof an der Warnbergstraße. Therese Endler (79) etwa braucht mit Öffentlichen Verkehrsmitteln hin und zurück fast drei Stunden.

Therese Endler ist traurig. Die 79-Jährige würde gerne öfter zum Sollner Waldfriedhof kommen, wo ihr Mann und ihr Sohn bestattet sind.

Doch der Weg dorthin ist für die Rentnerin lang und beschwerlich – mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Sollnerin hin und zurück fast geschlagene drei Stunden unterwegs! „Der Waldfriedhof ist einfach schlecht angebunden“, sagt Endler – mit anderen Sollnern kämpft sie für eine Bushaltestelle am Friedhof an der Warnbergstraße.

Endler wohnt in der Nähe der Lochhamer Straße. Früher sei sie mit dem Radl gefahren, doch das sei ihr mittlerweile zu gefährlich. „Sehr viele haben das Problem“, sagt auch Emilie Eberhard (86) gegenüber Hallo München. Sie komme alleine nicht mehr ans Grab ihres Mannes. „Ich bin auf die Hilfe meiner Kinder angewiesen.“ Doch die haben nicht immer Zeit: „Ich würde ihn so gern öfter besuchen!“ Nun haben die beiden Seniorinnen 50 Unterschriften gesammelt und den Bezirksausschuss (BA) 19 informiert. Ihre Forderung: „Der Bus soll am Friedhof halten!“ Eine Busverbindung könne in Form einer Wendeschleife am Sollner Bahnhof hergestellt werden oder mit einem Pendelbus direkt zum Friedhof. „Zweimal die Woche würde uns reichen.“

Daniela Schmitt

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