Alkohol hat verheerende Wirkung

Mega-Hitze: Polizei ist im Dauereinsatz

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München - Die Hitze kriegt nun auch die Polizei in München zu spüren. Sie ist im Dauereinsatz, viele klappen zusammen oder unterschätzen die Wirkung von Alkohol.

Polizei und Rettungsdienst sind gerade im Dauereinsatz: Kreislaufkollapse, gerade älteren Menschen setzt die extreme Hitzezu. "Wir kriegen das gerade schon zu spüren", sagt ein Sprecher der Münchner Polizei. Es seien zwar bisher keine gravierenden Vorfälle dabei gewesen, aber Kreislaufbeschwerden häufen sich auffallend.

Eine Sache würden auch viele unterschätzen: die verheerende Wirkung von Alkohol bei diesen Temperaturen. "Das überreißen die meisten nicht", sagt der Polizei-Sprecher. Sie löschen den Durst trotzdem mit alkoholischen Getränken. In der Regel sei der Donnerstagabend gebucht auf Einsätze wegen Betrunkenen - wenn es halt zum Feiern in den Kunstpark geht. Jetzt sei es aber schon extrem. Bei der Wärme steigen die Promille noch mehr zu Kopf.

Viele Einsätze wegen Betrunkenen

So musste die Polizei gleich mehrfach in dem Bereich um Ostbahnhof und Hauptbahnhof einschreiten. Am Donnerstag  kam ein 17-jähriger Iraner gegen 1.50 Uhr zur Wache des Bundespolizeireviers München- Ost. Er hatte den „Zapfenstreich“ (22 Uhr des Vortages) in seiner Wohneinheit im Münchner Osten überzogen. Der Jugendliche hatte 2,08 Promille Atemalkohol und war bereits als vermisst gemeldet worden. Die Bundespolizei organisierte zusammen mit der Polizeiinspektion 27 die Heimführung.

Am gleichen Tag wurde ein 24-Jähriger gegen 5 Uhr auf den Gleisen des Münchner Ostbahnhofes angetroffen. Der Thalkirchner marschierte vom Ostbahnhof in Richtung Haltepunkt St. Martin Straße. Der stark Alkoholisierte wurde von einer Streife der Bundespolizei von den Gleisen geholt. Er zeigte sich sehr uneinsichtig und kam den Anweisungen der Beamten nur widerwillig nach. Der mit 2,98 Promille Atemalkohol aufgeladene Mann wurde zur Ausnüchterung am Ostbahnhof behalten.

Bereits am frühen Donnerstag lag gegen 9 Uhr ein 27- jähriger Este zwischen dem Hauptausgang des Münchner Hauptbahnhofes und einem Lebensmittelgeschäft. Der Mann, der in Ludwigsvorstadt wohnt, war stark alkoholisiert, hatte eine kaum verständliche Sprache, eine schwankende Körperhaltung und eine fast leere Flasche Wodka bei sich. Ein freiwilliger Atemalkoholtest erbrachte 3,34 Promille und eine Ausnüchterung bei der Bundespolizei.

Gegen 17.15 Uhr wurde in der Schalterhalle des Hauptbahnhofes ein 64-jähriger Grieche angetroffen. Er hatte leichte Verletzungen am Arm  und sich bereits wiederholt an Reisende geklammert, um nicht umzufallen. Die Atemalkoholkontrolle bei dem in Milbertshofen Wohnhaften ergab 3,13 Promille.

Am Freitag fanden Bundespolizisten am Ostbahnhof gegen 0.20 Uhr einen stark betrunkenen Bulgaren. Als auf der Dienststelle mehrfach sein Handy klingelte, wurde bekannt, dass er schon länger vermisst worden war. Er wurde von Bekannten abgeholt und per Taxi zum Hotel chauffiert. Später in der Nacht wurde ein 36-jähriger Rumäne gegen 3.30 Uhr im Gleisbereich des Rangierbahnhof München Laim liegend gesehen. Bei Eintreffen der Bundespolizei lag der wohnsitzlose Mann auf dem Boden neben dem Gleisbereich. Er war nicht in der Lage seinen Weg selbstständig fortzusetzen. Die Atemalkoholkontrolle ergab 1,64 Promille und eine Gewahrsamnahme zur Ausnüchterung.

mm

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