Thomas Tuchel ist nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund

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Sommer im Frühling: Was Sie jetzt wissen müssen

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Endlich warm! Am Wochenende tankten viele Münchner Sonne – wie Carolin (li.) und Alisa im Englischen Garten. Aber Vorsicht: Gerade jetzt reagiert die Haut auf die Strahlen besonders sensibel

München - Sommer im Frühling - was für ein Traumwochenende! Doch die Sonne hinterlässt auch jetzt schon deutliche Spuren. Wir erklären, was Sie jetzt wissen müssen.

Der aktuelle Wetterbericht für München und die Region

Er hat uns ein sommerliches Traumwochenende beschert, und auch ansonsten hat es dieser April in sich: Bislang ist er 5 Grad zu warm, viel zu trocken, und es fiel nur 20 Prozent der üblichen Regenmenge – dafür gab es doppelt so viele Sonnenstunden wie im Durchschnitt. Kein Wunder, dass die Münchner in Scharen ins Freie strömten, ohne Schal und Mütze, ohne Jacke – und leider oft auch ohne Sonnenschutz. Viele verkennen die Kraft der Sonnenstrahlen im Frühling, am Wochenende sorgte eine angenehme Brise dafür, dass sie sich auch beim Radeln oder Joggen nicht gleich zu heiß anfühlten.

Die Münchner Badeseen auf einen Blick

Die Münchner Badeseen auf einen Blick

Doch die Sonne hinterlässt auch jetzt schon deutliche Spuren, was viele erst am brennenden Schmerz und beim Blick in den Spiegel feststellten. Am Montag wird’s noch mal ähnlich schön wie am Sonntag, dann folgt ein kurzes April-Gastspiel. Die warme Jahreszeit hat aber zweifellos Einzug gehalten, deshalb sammelte die tz Infos und Tipps für Sommer, Sonne und Schutz.

Ist Sonne schlecht für die Gesundheit?

In der richtigen Dosis genossen, steigert sie unser Wohlbefinden. Unter dem Einfluss von Sonnenlicht kann unser Körper das wichtige Vitamin D bilden, dazu reichen schon zehn Minuten Sonnenlicht pro Tag aus. Winterweiße Haut ist besonders lichtempfindlich.

Was ist Bräune?

Braune Haut ist kein Zeichen von Gesundheit, sondern eine Reaktion der Haut, die sich vor zu viel Sonne schützt. Der schwarzbraune Farbstoff Melanin legt sich wie ein Mantel um den Zellkern.

Was ist ein Sonnenbrand?

Wird die Sonneneinstrahlung zu hoch, kapituliert dieser Selbstschutz. Die Haut wird rot, und jeder Sonnenbrand schadet der Haut.

Was ist Hautkrebs?

In Deutschland erkranken laut Deutscher Krebsgesellschaft jährlich ca. 100 000 Menschen an Hautkrebs, zehn Prozent davon am hochgefährlichen malignen Melanom („schwarzer Hautkrebs“). Besonders gefährdet: Gesicht, Kopfbereich, Schultern. Bei allen drei Hautkrebsformen ist in den letzten Jahren die Neuerkrankungsrate gestiegen.

Was ist Ozon?

Die Ozonschicht, also der Schutzmantel der Erde, hat in den letzten 30 Jahren um zehn Prozent abgenommen, deshalb gelangen jetzt intensivere ultraviolette Strahlen auf die Erde. In den letzten Wochen ist das Ozonloch über der Arktis besonders schnell gewachsen, haben Forscher festgestellt. Vor allem UVB-Strahlen können die Erbsubstanz der Hautzellen schädigen. Besonders gefährlich ist die Sonneneinstrahlung von 11 bis 16 Uhr.

Was ist der UV-Index?

Der UV-Index ist in vier Stufen eingeteilt und informiert über die aktuelle Strahlungsintensität. Die ist abhängig von der Jahreszeit, der Tageszeit und der Nähe zum Äquator (je näher, desto höher die Belastung). Heute z.B. gilt für München und das Voralpenland die dritte Stufe (hohe UV-Belastung, Sonnenbrand bei Hauttyp II schon unter 20 Minuten, Schutzmaßnahmen erforderlich).

Welche Haut ist in der Sonne besonders gefährdet?

Man unterscheidet vier Hauttypen: Typ I (irisch-keltisch): helle Haut, Sommersprossen, hellblondes oder rötliches Haar, blaue oder grüne Augen, wird nicht braun, nur rot. Selbstschutzzeit: 5 bis 10 Minuten.

Typ II (nordeuropäisch): helle Haut, wenig Sommersprossen, graue, blaue oder grüne Augen, blonde Haare, 10 bis 20 Minuten Eigenschutzzeit, Haut wird nur langsam braun.

Typ III (mitteleuropäisch): helle bis hellbraune Haut, kaum oder keine Sommersprossen, meist braune Augen, dunkelblonde oder braune Haare. Selbstschutzzeit: 20 Minuten, Haut wird gut braun. Typ IV (mediterran): Hellbraune, etwas dunklere Haut, braune oder dunkle Augen, dunkelbraune, oft schwarze Haare. 45 Minuten Eigenschutz, Hautrötung erst nach 45 Minuten, wird schnell und ohne Probleme braun.

Was besagt der Lichtschutzfaktor?

Am Lichtschutzfaktor (LSF) ist abzulesen, wie lange man seinem Hauttyp entsprechend in der Sonne bleiben darf: Bei LSF 8 etwa darf Typ I maximal 10 mal 8 Minuten in der Sonne bleiben, bevor er sich einen Sonnenbrand holt. Achtung: Es handelt sich um einen ungefähren Wert!

Was hilft bei Sonnenbrand?

Erste Hilfe: Geben Sie Joghurt oder Quark aus dem Kühlschrank bzw. Zitronen- oder Limettensaft auf die betroffenen Stellen, trinken Sie viel Wasser oder Fruchtsaft. Vorsicht bei Brandblasen, nicht selbst öffnen (Infektionsgefahr!). Bei Fieber Arzt aufsuchen.

Welche Kleidung schützt?

Kopfbedeckung, T-Shirts und Badeshorts aus lichtschützenden Textilien bieten höheren Schutz vor gesundheitsgefährdenden UV-Strahlen als jede Sonnencreme. Dies gilt jedenfalls für die Sonnenschutzkleidung, die nach dem europäischen Standard 801 geprüft wurde. Bislang nicht durchgesetzt hat sich dagegen der Bikini, der lautstark meldet, wenn seine Trägerin die Sonne zu lange anbetet.

Susanne Sasse

…und so gehts jetzt weiter

Am Donnerstag war es in Bayern so warm wie nie an einem 7. April, sagt Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst wetter.net: „In Garmisch-Partenkirchen stiegen die Temperaturen dort zum ersten Mal an einem 7. April seit 1936 auf 26,7 Grad.“ Auf dem Hohenpeißenberg war es in fast 1000 Metern Höhe 23,3 Grad warm und damit der heißeste 7. April seit 1879. „Dafür war es von November bis Januar außergewöhnlich kalt und schneereich“, sagt Jung. Er erwartet heuer noch mehr Extremwetter.

Doch zunächst wird das Wetter normal: „Ab Dienstagmittag gibt es ein paar kräftige Regenschauer und die Temperaturen sinken auf Normalniveau“, prognostiziert Jung. Zunächst in den einstelligen Bereich, aber für Ostern macht er Hoffnung auf freundliche 20 Grad. Landregen, der die Waldbrandgefahr bannen würde, ist nicht in Sicht.

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