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Sommernachtstraum am Odeonsplatz

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Unter einem sommerlichen Nachthimmel verfolgten die Zuschauer am Samstagabend die Aufführung des Sommernachtstraums am Odeonsplatz.

München - Dieser Sommernachtstraum wird seinem Namen gerecht: Felix Mendelssohn Bartholdys Schauspielmusik zu dem Shakespeare-Stoff und Textstücken des österreichischen Dichters Franzobel.

Mit dieser ungewöhnlichen Aufführung hat “Klassik am Odeonsplatz“ am Samstagabend in München unter freiem Sommerhimmel das Publikum begeistert. Als Sprecher begleitete Udo Wachtveitl das Symphonieorchester und den Chor des Bayerischen Rundfunks, dirigiert von Daniel Harding, durch die laue Mondnacht.

Unterhaltsam und ausdrucksstark erzählte “Tatort“-Kommissar Wachtveitl als Kobold Puck in diesem freilich sehr textlastigen “Sommernachtstraum“ die turbulente Komödie um Liebe, Leidenschaft und Hexenkräfte, die seit Jahrhunderten die Zuschauer fasziniert. Die - kurzen - Gesangspartien bestritten die Sopranistin Anna Prohaska und die Mezzo-Sopranistin Elisabeth Kulman sowie die Sängerinnen des BR-Chores vor der blau, grün und lila angestrahlten Kulisse der Feldherrnhalle.

Die Neuinterpretation Franzobels erzählt das Verwirrspiel aus Liebe und Intrige um Elfen und Könige unverblümt, klar und mit Lokalkolorit. Durch Pucks Zaubertinktur verlieben sich die Opfer unsterblich in denjenigen, der ihnen beim Aufwachen als erstes vor die Augen kommt, auch wenn er ein “schiacher Lackl“ (hässlicher, ungehobelter Mensch) oder im Fall der Elfenkönigin Titania ein zum Esel verhexter Handwerker ist. Zur Hochzeit gibt es bei Franzobel Bärlauch-Pesto, und die dramatische Sage um den Doppelselbstmord der Liebenden Pyramus und Thisbe endet mit Thisbes profanem Bedauern, dass sie mit knurrendem Magen sterben muss.

Das dreistündige Programm umfasste auch Richard Wagners Ouvertüre zu “Das Liebesverbot“ und Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-Moll op. 64, das die Star-Geigerin Janine Jansen interpretierte.

Am Sonntagabend sollten bei dem Klassik-Fest die Münchner Philharmoniker mit dem weltberühmten Pianisten Lang Lang als Solisten auftreten. Dirigiert von Christoph Eschenbach standen Werke von Antonín Dvorác und Franz Liszt auf dem Programm; die rund 8000 Plätze waren seit längerem ausverkauft. “Klassik am Odeonsplatz“ hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2000 zu einem der Open-Air-Highlights entwickelt und wird live im Bayerischen Fernsehen übertragen.

dpa

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