Nach Brust-Amputation

Sonja B.: Entstellt und kein Schmerzensgeld

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Hat keine Chance: Sonja B.

München - Der Krebs-Schock war für Sonja B. (43) schon schlimm genug: Ihr musste im Klinikum rechts der Isar die rechte Brust abgenommen werden. Für die Bankkauffrau kam es noch schlimmer.

Der Krebs-Schock war für die 43-jährige Sonja B. schon schlimm genug: Ihr musste im Klinikum rechts der Isar die rechte Brust abgenommen werden. Für die Bankkauffrau kam es aber noch schlimmer. Die Wiederherstellung der Brust ging schief, seit 2006 ist sie entstellt und leidet unter Schmerzen. Ihre Klage auf Schmerzensgeld ist aber aussichtslos.

Die Ärzte hatten der Frau geraten, während der Amputation im Januar 2006 einen Wiederaufbau der Brust mittels „Tram-Flap“ vornehmen zu lassen. Dabei wird unterhalb des Bauchnabels Gewebe entnommen, mit dem die Chirurgen eine neue Brust formen. Bei Sonja B. wollte die riesige Wunde jedoch nicht heilen, es kam zu Durchblutungsstörungen. So begann ein langer Leidensweg.

 „Ich wurde zu keiner Zeit über das erhöhte Risiko als Raucherin aufgeklärt“, wirft Sonja B. ihren Ärzten vor. Wenn sie das gewusst hätte, hätte sie die Operation verschoben und sofort mit dem Qualmen aufgehört.

Mit ihrer Forderung auf 30 000 Euro Schmerzensgeld ist sie beim Landgericht gescheitert. Beim Oberlandesgericht sagte gestern ein Experte: „Die Amputation musste ohnehin sein.“ Vorsitzende Richterin Maria Vavra sieht auch keine Chancen für die Klägerin. Urteil: 10. Oktober.

Ebu

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