Kleine Schwester der Hofflohmärkte

So können Münchner jetzt zum Fest in ihrem Hinterhof laden

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Wollen die Nachbarschaft stärken: Anne Taylor und René Götz, die Initiatoren der Sonntagsgesellschaften.

Der Weg ist frei für viele Münchner Hinterhoffeste in diesem Sommer. Über die sogenannten Sonntagsgesellschaften können diese angemeldet werden - und zwar in vier Kategorien.

München - An Sommersonntagen heißt es demnächst: „Hereinspaziert zum Höfeschnuppern und Mitmachen.“ Mit den Sonntagsgesellschaften, einer neuen Nachbarschafts-Serie, soll das Mit- und Füreinander im eigenen Hinterhof gestärkt werden. Hausbewohner machen dabei ihren eigenen Hof zur bunten Bühne. Bespielt werden nur die Höfe und Privatgrund, keine Gehwege oder öffentlichen Flächen.

Das Format ist die kleine Schwester der Hofflohmärkte. Dessen Initiator René Götz aus dem Viehhofviertel steht für gelebte Nachbarschaft. Für die völlig unkommerziellen Sonntagsgesellschaften arbeitet er mit der Unternehmensberaterin Anne Taylor aus Bogenhausen zusammen. Der Termin für den Auftakt steht schon fest: Am 10. Juni gibt es die ersten Münchner Sonntagsgesellschaften im Viehhofviertel, es folgen Haidhausen am 15. Juli, Neuhausen am 16. September und Hadern am 21. Oktober. Die Hofaktionen sollen sonntags von 11 bis 16 Uhr laufen, damit es keine Lärmkonflikte gibt.

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Für bunten Viertel-Plan mit allen Aktionen Hof rechtzeitig anmelden

Ähnlich wie bei den Hofflohmärkten kann man sich und seinen Hof anmelden, damit schon im Vorfeld ein bunter Viertel-Plan mit allen Aktionen entsteht. Eine Hausgemeinschaft kann Aktivitäten in den vier Kategorien Ohrwurm, Handwerk, Wundertüte oder Spiel & Spaß anmelden. Dahinter stehen Lesungen, Poetry Slam, Improvisationstheater, Stricken und Basteln, Fotografie, Malaktionen, Schnitzeljagd, gemeinsam eine Wunschliste schreiben, Gesellschaftsspiele, Kinderschminken, Hindernis-Parcours oder Ähnliches. Anmelden kann man sich per E-Mail an rene@sonntagsgesellschaften.de. Weitere Informationen findet man unter www.sonntagsgesellschaften.de.

Damit das bunte Hoftreiben gelingt, haben die beiden Organisatoren einige feste Regeln aufgestellt. Zuallererst muss die Hausverwaltung oder die Eigentümer gefragt werden. Sie müssen die Hofaktion genehmigen. Eine Teilnahme ist verbindlich, gegen schlechtes Wetter soll mit Pavillons und Planen vorgesorgt werden. Die Initiatoren helfen und unterstützen, sie haften aber nicht. Wer mitmacht, sollte sein Hofevent gerne auch entsprechend im Viertel ankündigen, Aufsteller nutzen, den Zugang bunt markieren oder mit Kreidepfeilen ausschildern.

Bettina Ulrichs

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