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Sozialwohnungen: Anträge bald auch online möglich

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Das Wohnungsamt in der Franziskanerstraße nahe dem Rosenheimer Platz. 

Die zahl der Anträge auf Sozialwohnungen ist so groß, das Wohnungsamt kommt mit der Bearbeitung seit Monaten nicht hinterher. Darum sollen künftig auch über das Internet gestellt werden können.

München - Weil die Antragsflut für eine Sozialwohnung nicht abebbt und noch Tausende Anträge bearbeitet werden müssen, ist das Wohnungsamt seit Dezember montags für den Publikumsverkehr geschlossen. Erst Ende 2018 rechnet das Sozialreferat damit, dem Stau Herr zu werden. 

Künftig sollen viele Besuche vor Ort an der Franziskanerstraße aber gar nicht mehr nötig sein. Denn: Von Anfang 2018 an sollen Wohnungssuchende sich für geförderte Wohnungen online registrieren können. Am Donnerstag soll der Stadtrat grünes Licht für das Projekt geben, das Mitte 2020 abgeschlossen sein soll.

Das Thema Wohnen, vor allem im Bereich des preisgünstigen Wohnraums, werde aufgrund des ungebrochenen Zuzugs nach München „auch künftig immer akuter“, schreibt Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) in der Vorlage für den Sozialausschuss. Deshalb müsse „jede Chance zur Optimierung genutzt werden“. Die Kosten für die Umsetzung werden auf drei Millionen Euro geschätzt, ab 2020 sollen dafür aber wegen des geringeren Aufwands für die Sachbearbeiter drei Vollzeitstellen im Wohnungsamt wegfallen.

Anträge können künftig über das bereits bestehende Internetportal „Sowon“ (Soziales Wohnen Online) abgegeben werden. Der Antragsteller muss keine Wartezeiten befürchten und kann an sieben Tagen rund um die Uhr die Registrierung vornehmen. Der klassische Antrag in Papierform bleibt bestehen.

Der Vorteil des Online-Antrags liegt darin, dass der Bediener vom PC in verständlicher Art durch die Schritte geführt wird und die nötigen Unterlagen gleich mitsenden kann. Langwierige Nachforderungen durch das Amt entfielen damit, Bescheide könnten schneller erstellt werden.

Dass die Antragssteller am Ende aber zufriedener sind, ist vorerst nicht zu erwarten. Denn: Zuletzt standen 24 000 Anträgen nur 3000 vergebene Wohnungen im Jahr gegenüber. „Leider“, heißt es in der Vorlage, „stehen nach wie vor zu wenig zu vergebende Wohnungen zur Verfügung“.

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