Für Mieterschutz

SPD fordert: Stadt München soll die Ami-Siedlung kaufen

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Einzigartig in München: Die Bebauung der Ami-Siedlung fügt sich locker in die Natur ein.

Die Stadt soll die Amerikanische Siedlung am Fasangarten kaufen. Das fordert die SPD in einem Antrag. Grüne und Genossen wollen zudem weiter dafür kämpfen, dass eine Erhaltungssatzung für das Gebiet ausgearbeitet wird. Das Thema hätte gestern im Planungsausschuss besprochen werden sollen, wurde allerdings vertagt.

Die Ami-Siedlung im Süden von Obergiesing ist für München ungewöhnlich. Die Wohngebäude fügen sich locker in parkähnliche Grünflächen und Restbestände des Perlacher Forsts ein. Hohe Gebäude gibt es nur im großen Abstand zur Straße, niedrige säumen hingegen den Straßenrand – dieses Bild ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Stadt.

Das Gelände gehört der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die ein Sanierungs- und Nachverdichtungskonzept erstellen lässt. 18 der mehr als 50 Gebäude müssen modernisiert werden. Wunsch der Stadt ist es, den einzigartigen Charakter der Siedlung zu erhalten. Das ist jedoch rechtlich schwierig. Denn das Areal steht nicht unter Denkmalschutz und es gibt keinen Bebauungsplan. Daher der Wunsch nach der Erhaltungssatzung.

Für einen möglichen Kauf verweist die SPD auf die Verbilligungsrichtlinie von 2018. Diese erlaubt dem Bund, Grundstücke günstiger an Kommunen zu verkaufen, wenn diese dort sozialen Wohnungsbau verwirklichen wollen. SPD-Chef Christian Müller sagte: „Die Ami-Siedlung liegt uns besonders am Herzen, weil sie einzigartig in München ist. Wir wollen die besondere Atmosphäre und vor allem auch die bezahlbaren Mieten erhalten. Mit uns wird es keine Luxussanierungen geben.“

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