Über Dreier-Koalition im Stadtrat

SPD und Grüne: Gespräche mit CSU

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Dieter Reiter

München - SPD und Grüne haben in München beschlossen, Sondierungsgespräche mit der CSU aufzunehmen. Ziel ist eine Zusammenarbeit im neuen Münchner Stadtrat.

Das berichtet der Münchner Merkur (Dienstagsausgabe). Der CSU-Vorsitzende Ludwig Spaenle sagte der Zeitung, die CSU stehe "selbstverständlich" für Gespräche zur Verfügung. Über Personal werde aber erst "ganz zum Schluss" gesprochen. Bei der Stadtratswahl im März hatte das rot-grüne Bündnis seine Mehrheit verloren. Seit seinem Sieg bei der Stichwahl ist der künftige Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auf der Suche nach einer Mehrheit. Bis zuletzt hatte er darauf gehofft, Rot-Grün mit kleinen Partnern wie der Linkspartei oder der ÖDP retten zu können. Die Gespräche scheiterten aber aus verschiedenen Gründen.

Nach stundenlangen Sitzungen in Parteigremien entschieden sich SPD und Grüne am frühen Montagabend, auf die CSU zuzugehen. "Wir müssen jetzt in den Gesprächen herausfinden, welche Inhalte sich mit der CSU umsetzen lassen", sagte Münchens Grünen-Parteichef Sebastian Weisenburger. Dass sich eine Mehrheit für die Wahlen zum zweiten und dritten Bürgermeister bis zur ersten Stadtrats-Sitzung am 2. Mai findet, gilt mittlerweile als unwahrscheinlich. Der Stadtrat könnte aber auch beschließen, die Wahl zu verschieben. Scheitern die Gespräche zwischen SPD, CSU und Grünen, wäre auch eine rot-grüne Minderheitskoalition denkbar.

mon/fm

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