So will SPD-OB-Kandidat Reiter gewinnen

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Dieter Reiter will Münchner Oberbürgermeister werden. Wohnen und Arbeit sind für ihn die bestimmenden Themen.

München - Wohnen und Arbeit: Das sind für Dieter Reiter (53), die wichtigsten Themen. Es brauche mehr Werkswohnungen und Umwandlung von Bürogebäuden, zusätzlich könne auch der Bau im Umland das Problem lösen.

„Wir müssen alle Möglichkeiten zu einem Paket schnüren, um etwas bewirken zu können“, sagte der Wirtschaftsreferent, der bei der Kommunalwahl 2014 OB Christian Ude (SPD) beerben will. Insgesamt sollten jährlich rund 7000 neue Wohnungen geschaffen werden. Zum Werkswohnungsbau habe es bereits mehrere Gesprächsrunden mit großen Unternehmen gegeben, sagte Reiter. „Das Bewusstsein, dass wir alle -zusammen - also die Wirtschaft und die Stadt - bezahlbaren Wohnraum auch für die sogenannten Normalverdiener brauchen, um die notwendigen Arbeitskräfte in München halten zu können, ist durchaus vorhanden.“ Luxus-Objekte mit Preisen von mehr als 20 000 Euro pro Quadratmeter wie im ehemaligen Heizkraftwerk The Seven in der Müllerstraße seien kein Problem. „Dies zeigt nur die herausragende Attraktivität des Standortes München.“

Das soziale Gleichgewicht zu erhalten, sehe er als oberste Aufgabe, sagt der 53-Jährige, der gegen CSU-Herausforderer Josef Schmid antreten wird. „Wir haben das Thema Integration aller Menschen sehr gut hinbekommen. Auch in Zukunft darf in München niemand am Rande der Gesellschaft verloren gehen. Reiter sieht auch künftig die größte Schnittmenge mit den Grünen. Grundlegende Richtungsänderungen im Vergleich zu Ude hat Reiter nicht vor: „Was gut war, wird auch in Zukunft gut bleiben.“

So viel verdienen Münchens Bosse!

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Als weiteres wesentliches Zukunftsthema sieht Reiter den Erhalt von „guten, auskömmlichen und dauerhaften“ Arbeitsplätzen. „Wir müssen dafür sorgen, dass vom Stellenabbau betroffene Menschen durch unsere erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik wieder Chancen auf Beschäftigung haben.“ Bei Eon etwa trage die Staatsregierung Mitverantwortung. „Der Freistaat hat eine deutliche Mitschuld, weil er die Bayernwerke verscherbelt hat, ohne sich Gedanken zu machen, was mit den Beschäftigten passiert.“

Die Stadt München werde auch in Zukunft keinesfalls ihr Tafelsilber verkaufen, darunter die Wohnungsgesellschaften, Stadtwerke und Verkehrsbetriebe. Mit aktiver Förderung und Beratung kleiner und mittlerer Unternehmen wolle er weiter für Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen sorgen. Dazu gehöre auch, dass wichtige Verkehrsprojekte gebaut werden. Er sei wie Ude grundsätzlich für die dritte Startbahn am Flughafen. „Der Bedarf wird aktuell vom Gericht nochmals geprüft und muss bestätigt werden. Für die Ökologie wird alles getan, was möglich ist, und die Stadt wird keinen Cent Steuergeld in die Hand nehmen.“ Bei der zweiten S-Bahn-Stammstrecke müsse die Staatsregierung endlich anpacken. Den erbetenen Kredit über 350 Millionen Euro an den Freistaat lehnt auch Reiter strikt ab.

tz

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