Irres Ver-Boot: Jetzt rudert die Stadt zurück

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Das Paddelverbot in Münchens Seen schlägt Wellen

München - Das Paddelverbot in Münchens Seen schlägt Wellen: SPD und CSU fordern, dass die Stadt Gummibötchen erlaubt. Jetzt spricht CSU-Vize Hans Podiuk von einem „Schildbürgerstreich“. Jetzt rudert die Stadt zurück.

Das Paddelverbot in Münchens Seen schlägt Wellen: SPD und CSU fordern, dass die Stadt Gummibötchen erlaubt. Jetzt spricht CSU-Vize Hans Podiuk von einem „Schildbürgerstreich“ – schließlich werbe die Stadt selbst mit einem Schlauchboot, wie die tz am Donnerstag offenbarte. Doch jetzt rudert die Stadt zurück.

Vor genau einem Jahr schaltete die Stadt Werbeanzeigen in Münchens Tageszeitungen – mit dem gleichen Paddel-Foto.

Ausgerechnet auf der Internet-Seite des Baureferats lockte die Stadt Hobby-Skipper zum Feldmochinger See mit einer Nixe und einem Buben im knallgelben Gummiboot. Obwohl es bereits vor einem Jahr Wirbel um dieses Foto in einer Anzeige der Stadt in Tageszeitungen gegeben hatte. „Das war ein Fehler“, sagte Nina Lindinger vom Baureferat der tz. „Das Bild wird ausgetauscht.“ Das war am Donnerstagmittag geschehen. Jetzt lockt das Foto einer Uferwiese.

So lange verspricht die Stadt, mit Augenmaß vorzugehen. Ein Bußgeld wegen des Ver-Boots habe es noch nie gegeben, die Grünanlagenaufsicht ermahnen die Kapitäne nur. Und unter den ebenfalls verbotenen „Schwimmkörpern“ seien keinesfalls Luftmatratzen oder Schwimmflügel zu verstehen, unterstreicht das Baureferat – sondern „aufblasbare Boote“. Allerdings könne man nachvollziehen, wenn Bürger den Begriff fehlinterpretieren.

David Costanzo

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