Thema im Stadtrat

SPD-Plan: Geld zurück für Streik-Opfer

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Obwohl die Erzieher streiken, müssen die Eltern für die Kita bezahlen.

München - Gute Nachrichten für die vom Kita-Streik geplagten Eltern: Die Rathaus-SPD will dafür sorgen, dass Mütter und Väter die Gebühren für Betreuung und Essen zurückbekommen.

 Momentan müssen sie zahlen – trotz des unbefristeten Streiks, der seit Montag läuft. Der dringliche Antrag wird am 20. Mai im Stadtrat behandelt.

Bisher galt: Geld gibt es nur zurück, wenn ein Kind die Kita an fünf aufeinanderfolgenden Tagen nicht besuchen kann. Wochenenden und Feiertage zählen nicht, bedeuten aber auch keine Unterbrechung. Doch selbst für den Fall, dass die fünf Tage ausgesetzt werden, wird nur ein Teil der Kosten erstattet. SPD-Stadträtin Birgit Volk: „Wir möchten, dass alle ihre Gebühren in voller Höhe zurückerhalten.“ Und das auch rückwirkend. In München haben von 420 rund 300 Kitas geschlossen. 4000 Mitarbeiter der sozialen Berufe demonstrierten am Montag. Offenbar hat Verdi nun angekündigt, die Streiks auszusetzen, falls ein konkretes Angebot vorliegt. Das Ziel der Erzieher und Sozialarbeiter: Mehr Wertschätzung, auch im Geldbeutel. Markus Rinderspacher, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag: „Es wird Zeit, dass dem Personal – auch finanzielle – Anerkennung zukommt.“ Die Streikerei aber hat so schnell kein Ende: Jetzt hat Verdi angekündigt, dass auch die Post in Ausstand tritt. In Bayern sollen in den kommenden Tagen mehr als 200 Betriebsstätten dicht machen.

Verena Usleber

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