Tunnel, Kanäle und riesige Becken

Spektakuläre Bilder: Die tz in Münchens geheimen Gängen

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Eine packende Tour durch den Untergrund: Klicken Sie sich hier durch die Bilder.
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Warm dank Brauereiwasser: An der ersten Station, direkt unter der Akademistraße, ist es richtig warm. Der Grund? Hier wird das warme Wasser von zwei Brauereien eingeleitet. „Heute riecht es gar nicht so schlimm. Das kann sich aber in Sekunden ändern!“, sagt Ben Tax (62), der die Führungen leitet. „Selten gibt es auch Leute, die nach wenigen Metern die Tour abbrechen.“ Richtig stinken tut’s echt nicht, ein Ort zum Wohlfühlen ist das hier aber auch nicht …
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1,5 Kilometer direkt in die Isar: In der Ungererstraße ist der nächste Halt der Tour. Aber hier stinkt es gar nicht! Kein Wunder, schließlich fließt hier seit 25 Jahren kein Abwasser mehr, nur Regenwasser.
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Wenn der linke Kanal auf diesem Foto zu voll wird, schwappt das Wasser in den rechten Gang (groß im Bild links) und fließt direkt in die Isar. 1,5 Kilometer geht es dann für das Wasser den Tunnel hinunter, ­direkt unter dem Nordfriedhof entlang.
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Grab mit Abfluss: Raus aus der Kanalisation, rauf auf den Friedhof. Dort ist die letzte Ruhestätte von Dr. Alois von Erhardt. Sein Grab auf dem Nordfriedhof ist wohl das einzige, das mit einem Abfluss verziert ist! Der Münchner Bürgermeister (1870 – 1887) war großer Unterstützer der Kanalisation. Zusammen mit dem Chemiker Max von Pettenkoffer wollte er grassierende Krankheiten wie die Cholera besiegen. Mit Erfolg!
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Raum für 20 000 Kubikmeter Wasser: In diesen Raum passen 20 000 Kubikmeter Wasser! Damit könnte man ein Fußballfeld fünf Meter hoch unter Wasser setzten. Doch das Schenkendorfbecken ist das kleinste Becken unter München. Unterm Hirschgarten passen in das Becken 90 000 Kubikmeter Wasser! In diesen Becken wird bei starkem Regen das Wasser zwischengelagert. Erst, wenn die Becken überlaufen, fließt das Wasser in die Isar.
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DAS SAGEN DIE BESUCHER: Bislang hatte ich mir nie Gedanken über unsere Kanalisation gemacht. Die Tour war aber echt spannend. Wahnsinn, dass hier alles so groß ist. Der Geruch ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber eklig fand ich’s trotzdem nicht. Johanna Holzheu (21), Azubi aus München
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Neuer Eindruck: Das war echt eine tolle Tour. Man bekommt wirklich einen Eindruck von der Größe der Kanalisation. Einen starken Magen sollte man aber schon haben. Zum Glück war’s heute nicht so schlimm! Franziska Kalix (20), München, und Sophia Dester (22, rechts), Altenmünster, beide Azubis

München - Die tz war mit einem Reporter und einem Fotografen in Münchens Untergrund. Tunnel, Kanäle und riesige Becken: die spektakulären Bilder.

Treffpunkt Akademiestraße. 19 Stufen geht es in einen dunklen Gang abwärts. Mit jedem Schritt wird es wärmer und stickiger. Gedämpftes Wasserrauschen ist zu hören. Herzlich Willkommen in der Kanalisation! Mit der tz geht’s in Münchens geheimen Untergrund.

Jeder braucht sie, jeder benutzt sie – die Kanalisation. Seit 1884 ist Münchens Untergrund durchzogen von Gängen und Kanälen. Doch wie schaut’s da unten eigentlich aus – und wie funktioniert die Kanalisation? Deswegen bietet die Stadt kostenlos Führungen an. „Viele haben keine Ahnung, was es heißt, die Kanäle zu erhalten und auszubauen. Oft fällt es den Leuten nur dann auf, wenn sie ihre Gebühren zahlen“, sagt Mathias Wünsch von der Stadtentwässerung. Jedes Jahr finden 170 Führungen statt. Die Münchner wollen wissen, wie es unter der Stadt aussieht – die tz zeigt es Ihnen!

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Florian Fussek

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