Spektakulärer Einsatz: Der Mega-Kran am Mittleren Ring

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Spektakulärer Einsatz in 118 Metern Höhe .

München - Spektakulärer Einsatz in 118 Metern Höhe: Am Dienstag wurde das alte GoYellow-Schild auf dem Munich City Tower an der Donnersbergerbrücke mit Hilfe eines riesigen Krans ausgetauscht.

Langsam schwebt es an der Glasfront des Hochhauses vorbei. 23 Stockwerke dem Boden entgegen: Das GoYellow-Schild auf dem Munich City Tower an der Donnersbergerbrücke hat ausgedient. Es wurde am Dienstag für das neue 11 8000-Logo ausgetauscht.

„11 8000 AG“ nennt sich der Kommunikationsdienstleister seit Juni 2010. Das Unternehmen will mit seinem neuen Geschäftsbereich, einem Auskunftsdienst und Daniela Katzenberger an der Werbefront erfolgreiche Verbindungen bieten. Für eine erfolgreiche Verbindung aus 85 Metern Höhe sorgten am Dienstag drei Monteure in eisiger Kälte auf dem Dach – und Steffen Kaden mit seinem riesigen Kran, dem LTM 1400 -7.1.

So verändert München sein Gesicht

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Der Liebherr Teleskop Mobilkran (LTM) ist das Flaggschiff der Forstinninger Baulogistikfirma BKL. 118 Meter ragte der Stahlriese am Dienstag in den grauen Himmel. Aus dem Hauptkran mit 41 Metern schraubte sich noch eine 77 Meter Wippe. Der Kran kann insgesamt 400 Tonnen heben. Die Schilder wogen zwar nur zwei Tonnen, trotzdem musste dem Gewicht einiges entgegenstehen: Das ganze Fahrzeug brachte für den Einsatz 201 Tonnen auf die Straße, 80 Tonnen gusseiserne Platten auf dem Laster sorgten für ein stattliches Gegengewicht.

Der 84 Tonnen Kran bringt das alte GoYellow-Schild langsam und sicher Richtung Boden.

Auf sieben Achsen wälzte sich der Koloss am Montag in die Innenstadt. Damit die Schilder auch hängen bleiben, arbeiteten Monteure in 85 Metern Höhe: „Man muss vorsichtig sein und die Sicherheitsvorschriften einhalten. Trotzdem kommt diese Arbeit nicht jeden Tag vor“, sagt Andreas Bresslauer (47), und schaut in die Tiefe. Die 11 8000-Schilder haben übrigens die gleichen Maße und werden an die gleiche Stelle wie ihre gelben Vorgänger montiert.

Alexander Küpper

Steffen Kaden steuert den 200-Tonnen-Riesen

Er hat bereits 20 Jahre Berufserfahrung als Kranfahrer. Steffen Kaden (44) steuert den 200-Tonnen-Riesen. Die tz erklärt seinen Arbeitsplatz:

- Der linke Joystick: Mit diesem kann der komplette Kran und das Drehwerk gesteuert und bewegt werden.

- Der rechte Joystick: Hier kann Steffen Kaden die Seile, an denen das Schild hängt, bewegen. Zudem ist es wahlweise möglich das Teleskop und die Wippe zu bedienen. Kaden: „Man muss mit sehr viel Gefühl steuern.“

- Der Arbeits-Monitor: Er ermöglicht es, den Kran einzustellen. Hier sind für den Fahrer sämtliche Steuerungsmöglichkeiten ersichtlich. Wichtige Funktionen für einen reibungslosen Ablauf sind: Rüstvariante, Ausleger und Balancierung. Rechts neben dem Bildschirm ist ein grünes Zahlenfeld: Hiermit kann die Steuerung neu programmiert werden.

- Eine wichtige und einzigartige Besonderheit: Die Videokamera: Sie ist ganz oben am Kran­ende, dem Rollenkopf, angebracht und zeigt die Arbeiter auf dem Dach des Hauses. Sie erleichtert die Arbeit immens. Wenn der Kranfahrer diese Kamera nicht einsehen kann, muss die Kommunikation über Funkgerät erfolgen.

- Die Schaltleiste: Falls die Joysticks streiken, ist hier eine manuelle Steuerung des Krans möglich. Zudem verfügt diese Leiste über Licht, Scheinwerfer und Kameraschalter. Direkt darüber ist eine Glasscheibe. Aus Sicherheitsgründen kann sie nicht geöffnet werden. Sie ist aus Spezialglas angefertigt, damit der Fahrer nicht verletzt wird. Nicht zu sehen ist eine weitere Besonderheit: Klimaanlage und Heizung. Besonders bei unangenehmen Temperaturen braucht Steffen Kaden nicht zu frieren.

tz

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