Fluoreszierender Belag auf der Theresienwiese geplant

Spektakulärer Radweg-Plan in München: Leuchtet es bald auf der Wiesn?

Polnisches Beispiel: leuchtender Radweg.
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Polnisches Beispiel: leuchtender Radweg.

Auf der Wiesn soll geradelt werden – in einem ganz besonderen Licht. Die Verwaltung schlägt dem Stadtrat am Mittwoch eine Trasse vor, die eine neue Radverkehrsroute zwischen Sendlinger-Tor-Platz und Harras herstellen soll.

Die SPD-Fraktion hatte eine direkte Ost-West-Verbindung zwischen Beethovenstraße und Radlkoferstraße beantragt. Es könnte Münchens erster selbst leuchtender Radweg werden.

Zwischen Sendlinger-Tor-Platz und Harras ist die bestehende Radverkehrsroute über die Straßenzüge Lindwurmstraße – Ziemssenstraße – Nußbaumstraße – Beethovenstraße – Bavariaring – Hans-Fischer-Straße – Radlkoferstraße – Lipowskystraße – Meindlstraße ausgeschildert. Ein neuer Radweg müsste laut Verwaltung zwingend die Theresienwiese diagonal queren. Viele Radfahrer nutzen die Wiesn außerhalb des Oktoberfestes ohnehin schon problemlos. Laut Verwaltung wäre mit einer Route über die Wiesn eine durchgängige Radwegverbindung möglich, die die Stadtplätze am Sendlinger Tor und am Harras in Sendling erkennbar verbindet. Zudem sehen die Planer Vorteile in einer Entflechtung der Radwege. Damit würde auch die Sicherheit erhöht – sowohl für Radfahrer als auch Passanten, die ja auch auf dem Areal unterwegs sind. Denn der Alleenring ist als Fußgängerbereich ausgewiesen, wird aber vielfach auch von Radfahrern mitgenutzt.

Sollte der Stadtrat einem Radweg zustimmen, wäre dieser nach den Forderungen des Radentscheids umzusetzen. Die Route müsste mindestens drei Meter breit sein, inklusive Winterdienst sowie regelmäßiger Reinigung und Beleuchtung.

Gerade diese soll außergewöhnlich sein. Aus Gründen des Denkmalschutzes und mit Blick auf das Oktoberfest und weitere Veranstaltungen schlägt die Verwaltung vor, dass die Beleuchtung nicht mit herkömmlichen Masten erfolgt, sondern mittels geeigneter Beleuchtungselemente am Boden. Die wiederum sollen fluoreszierend sein – sich also tagsüber aufladen und bei Dunkelheit leuchten. Als Vorbild dienen Radwegprojekte in Lidzbark Warminski, wo Polens erster selbst leuchtender Radweg in Blau erstrahlt. Oder in den Niederlanden: In Nuenen hat der Radweg sogar einen künstlerischen Aspekt. Die Beleuchtung ist dem Motiv „Sternennacht“ von Vincent van Gogh nachempfunden.

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