Insgesamt 23.000 Euro

Zu Moshammers Todestag: Spende für Obdachlose

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Vor zehn Jahren wurde der Modeschöpfer Rudolph Moshammer erdrosselt. Auf dem Foto ist er zusammen mit seiner Hündin Daisy im Dezember 2004 zu sehen.

München - Die Münchner Obdachlosenhilfe erinnert mit einer Gedenkfeier an den vor zehn Jahren ermordeten Modeschöpfer Rudolph Moshammer. Der Verein "Licht für Obdachlose" spendet 23.000 Euro unter anderem an die Straßenzeitung "Biss".

Außerdem kommen der Obdachlosenarbeit der Abtei St. Bonifaz sowie der Teestube „komm“ des Evangelischen Hilfswerks München Anteile zugute. „Rudolph Moshammer hat bis zu seinem Tod durch erstaunlichen persönlichen Einsatz für Obdachlosenorganisationen wichtigste und nachhaltigste Hilfsbeiträge geleistet, die bis zum heutigen Tag bei vielen Obdachlosen und den Verantwortlichen von Obdachloseneinrichtungen unvergessen sind“, sagte Florian Besold, der Vereinsvorsitzende. Der Geschäftsführer des Hilfswerks, Gordon Bürk, sagte: „Auch nach zehn Jahren ist der Mensch Rudolph Moshammer und sein Tun für Obdachlose in München unvergessen.“

Allein die Teestube unterstützte Moshammer seit 2001 mit mehreren Zehntausend Euro. Die Streetworker des „komm“ sind mit davon gekauften Trekking-Rädern und einem Transporter zu ihren Klienten unterwegs, über dem Tresen hängt ein Bild von ihm und Hündchen Daisy.

Moshammer wurde am 14. Januar 2005 im Alter von 64 Jahren umgebracht. Ein junger Mann erdrosselte ihn in seinem Grünwalder Haus im Streit um Liebeslohn. Trotz seines Erfolgs hatte Moshammer seine Herkunft nie vergessen - sein Vater war obdachlos gestorben.

dpa

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