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Anonyme tz-Leserin spendet

Die 10 guten Taten unseres stillen Engels

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München - Immer wieder hilft eine tz-Leserin, der "Stille Engel", in Not geratenen Menschen mit einer Geldspende. Lesen Sie hier, wie viel Freude die Spenden dieser wunderbaren Frau 2013 gebracht haben:

Sie ist eine tz-Leserin, wohl eine Dame in den späteren Jahren. Sie glaubt fest an den lieben Gott und schaut gern Fußball. Ihre Briefe tippt sie stets auf der Schreibmaschine und unterschreibt sie mit „Stiller Engel“. Nach eigenem Bekunden ist sie nicht wirklich reich. Doch reich genug, um das, was übrig bleibt, zu teilen. Von Herzen zu teilen mit Menschen, denen das Schicksal hart zugesetzt hat. Wir von der tz-Redaktion kennen Ihren Namen nicht. Darum danken wir ihr an Silvester auf diese Weise im Namen all der in Not geratenen Menschen, denen sie im vergangenen Jahr mit ihren großzügigen Geldspenden unter die Arme gegriffen und denen sie Mut gemacht hat. Rund 7500 Euro hat unser „Stiller Engel“ zu treuen Händen an die Redaktion geschickt – für in Not geratene Bürger und auch als Spende für die tz-Hilfsaktionen in Bangladesch und die Taifun-Opfer auf den Philippinen. Und wir haben in ihrem Sinne selbstverständlich jeden Cent weitergereicht. Lesen Sie hier, wie viel Freude die Spenden dieser wunderbaren Frau im vergangenen Jahr gebracht haben:

Michaela kann wieder lachen

Waltraud Vogt und Tochter Michaela Hengmith (v.l.n.r.)

Der Januar war ein trauriger Monat für Waltraud Vogt (59). Der Staat hatte die Grundsicherung für ihre behinderte Tochter Michaela Hengmith (39) gekürzt. Das Geld für eine neue Terrasse fehlte, die Michaela trotz Arthrose leicht betreten konnte. Nach dem tz-Bericht begann der SV Sentilo Blumenau mit den Planungen für ein Benefiz-Turnier. Und der „Stille Engel“ steckte 500 Euro in einen Umschlag, „um die Zeit bis zum Fußballturnier zu überbrücken“. Im Juli landete der Ball dann 657 Mal im Netz – und 1314 Euro auf dem Konto der Münchnerinnen. Inzwischen ist die Terrasse fertig und Michaela wird den nächsten Sommer im Freien genießen können.

Neuer Mut für einen Flüchtling

Ramadan

Seine traumatische Flucht aus dem Bürgerkriegsland Somalia und der Mut seines Vaters rettete Ramadan (rechts, mit tz-Redakteur Johannes Welte) vor einem kurzen Leben als Kindersoldat. Mit 500 Euro machte der „Stille Engel“ dem nun in München lebenden Flüchtling (20) wieder Mut und schrieb: „Gott liebt einen fröhlichen Geber. Geben macht seliger denn Nehmen.“ Mit dem Geld konnte Ramadan seinem in Äthiopien lebenden, kranken Vater eine Schlaganfall-Therapie bezahlen. Tief gerührt sagte er bei der Geldübergabe: „Ich werde für die Dame beten.“

Eine Starthilfe nach dem Knast

Friedrich Müller

Als Friedrich Müller (57; Name geändert) im Herbst dieses Jahres aus dem Gefängnis entlassen wurde, passte sein gesamter Besitz mühelos in einen Rucksack. Seine Möbel, seine Kleidung, seine Papiere – alles weg. Gnadenlos entsorgt von einer Vermieterin, die rechtswidrig seine Wohnung räumte, als er wegen einer Fahrkarten-Betrügerei ins Gefängnis musste. Mit 500 Euro ermöglichte der „Stille Engel“ Friedrich Müller (hier mit tz-Reporterin Susanne Sasse) ein kleines Startkapital für die Übergangszeit, bis er wieder eine neue Wohnung fand.

Dickes Weihnachtsgeld

Mama Tine (26, hier mit tz-Redakteurin Dorita Plange)

Geplant war ein netter Abend im Laimer Lokal Huiras. Der Abend endete für Thomas S. (30) aber im Krankenhaus. Auf dem Gehsteig vor dem Lokal rissen zwei Unfallautos den Vater zweier kleiner Kinder am 30. November mit. Diagnose: Wirbelbruch, dreifache Beinfraktur. Das Unglück berührte auch die Wohltäterin. Sie schenkte der Familie ein dickes Weihnachtsgeld. Mama Tine (26, hier mit tz-Redakteurin Dorita Plange) will die 500 Euro vor allem den Kindern Lia (5) und Levin (2) zugute kommen lassen.

Geld für Unfallhelfer

Lkw-Fahrer Alexander Maya (42) mit seiner Familie)

Er ist ein Held – wenngleich auch ein sehr tragischer: Im Oktober wollte Lkw-Fahrer Alexander Maya (42, links im Bild mit seiner Familie) einem gestürzten Rollerfahrer helfen. Von hinten jedoch raste ein Auto in die Unfallstelle. Der Rollerfahrer wurde dabei getötet, Maya schwer verletzt. Das Trauma hat er nicht überwunden. Der Vater zweier Kinder verlor seinen Job. Die Familie geriet in Existenznöte. Sein Schicksal löste eine Welle der Hilfsbereitschaft aus und hat auch den „Stillen Engel“ tief berührt. Er schickte 500 Euro an die tz-Redaktion.

Für das Grab einer Löwen-Legende

Zehn Jahre lang pflegte Maria Seelmann das Grab der 2003 verstorbenen Löwen-Legende Rudi Brunnenmeier († 62). Als im März die Grabgebühr in Höhe von 700 Euro für weitere 20 Jahre fällig wurde und die Einebnung drohte, sprang Brunnenmeiers Großneffe Michael ein. Und dann kam der Brief vom „Stillen Engel“. Inhalt: 700 Euro und ein paar liebe Zeilen: „Über Maria Seelmanns Treue zu Rudi Brunnenmeier habe ich mich sehr gefreut.“ Maria Seelmann lehnte zunächst ab. Weil bei der Grabpflege jedoch weiterhin Kosten anfallen werden, nahm sie das Geld schließlich doch an.

Neue Hoffnung für Brandopfer

Familie H. aus der Messestadt Riem

Das Jahr 2013 begann bitter für die Familie H. aus der Messestadt Riem. Eine fehlgeleitete Silvesterrakete landete auf ihrem Balkon und steckte den Christbaum in Brand. Die Scheibe zerbarst, die Wohnung brannte aus. Die Möbel, die Elektrogeräte – alles kaputt. Ein Einsatz für unseren „Stillen Engel“. Die großzügige Münchnerin spendete der Familie (links auf dem Bild tz-Volontärin Beate Winterer) 500 Euro. Davon konnten sich die H.’s einen neuen Kühlschrank und eine neue Gefriertruhe leisten. „Man findet selten Menschen, die einfach nur helfen“, sagte der dreifache Vater H. damals tief gerührt.

Teure Probefahrt

Der ehemalige Kfz-Sachverständige Heinz E.

Weil der ehemalige Kfz-Sachverständige Heinz E. (80, hier mit tz-Reporterin Susanne Sasse) ein durch und durch korrekter Mann ist, fragte er bei den Behörden an, ob eine kürzlich erfolgte Unterschenkel-Amputation im Kfz-Schein seines Automatik-Mercedes eingetragen werden müsse. Das ist nicht notwendig. Stattdessen zwang das KVR dem seit 62 Jahren unfallfreien Rentner einen Besuch beim Amtsarzt und eine Probefahrt mit einem Fahrlehrer auf. Allein der Arztbesuch kostete E. schon 550 Euro. Der „Stille Engel“ half mit 500 Euro.

Schicke Frisur für Ex-RTL-Star

Michaela von Schabrowsky

Als patente Super-Perle wirbelte Michaela von Schabrowsky bei den RTL-Doku-Soaps Hausfrauenstreik und Hausputz über die Bildschirme. Privat jedoch war’s nicht so lustig. Mitte März dieses Jahres verlor sie ihre Wohnung und stand mit ihren Hündchen Sissi und Butterfly auf der Straße. Doch sie ließ sich nicht unterkriegen und kämpfte sich zurück ins Leben. Diesmal nannte sich unser stiller Engel „Osterhasi“ – und spendierte Michaela von Schabrowsky einen Besuch bei Friseur Stefan Eibl.

Die größte Spende zum Jahresende

Regina M. (58) zusammen mit tz-Redakteurin Nina Bautz

Kurz vor Jahresende überraschte uns der „Stille Engel“ mit seiner größten Spende über 1450 Euro. Damit kann die Münchnerin Regina M. (58, rechts auf dem Bild mit tz-Redakteurin Nina Bautz) auf einmal die Halbwaisenrente für ihre Enkelin Leoni (4) zurückzahlen. Das Amt meint, das Geld stünde ihr nicht zu. Reginas Tochter Nicki ist im März von einem Betonmischer am Luise-Kiesselbach-Platz überfahren worden. Sie war alleinerziehend. Die Oma trägt nun die ganze Verantwortung. Sie sagt: „Durch diese Spende habe ich eine Sorge weniger.“

Dorita Plange, Nina Bautz

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