Mindestens 23 Tote bei Angriff auf Bus mit Christen 

Mindestens 23 Tote bei Angriff auf Bus mit Christen 

Till Hofmann zufrieden

Spenden sind in Slowenien angekommen

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An den Grenzen in Slowenien und Kroatien herrschen teilweise katastrophale Zustände. Rechts: Till Hofmann brachte mit Kollegen Winterkleidung und Nahrung für die Flüchtlinge vor Ort.

München - In München kommen derzeit kaum Flüchtlinge an – dann kommen eben die Münchner zu den Flüchtlingen. Diesen Gedanken hat das Aktionsbündnis Bellevue di Monaco am Mittwoch in die Tat umgesetzt.

Viele Leute spendeten.

Mit zwei Lastwagen und einem Kleinbus voller Winterkleidung und Nahrungsmittel machte sich der Tross auf den Weg zu den Grenzgebieten in Slowenien und Kroatien, wo täglich tausende Menschen auf ihrer Flucht vor Krieg ankommen. Ursprüngliches Ziel: Graz in der Steiermark. Helfer beschrieben die dortige Situation an der Grenze zu Slowenien als besonders katastrophal. Dann stellte sich heraus: Auch an der kroatischen Grenze zu Serbien sind Lebensmittel und Kleidung knapp. „Wir haben uns aufgeteilt“, erzählt Hofmann. „Ein Lastwagen blieb in Slowenien, der andere fuhr durch bis nach Kroatien zum Transitlager in der Kleinstadt Opatovac.“ Die Fahrzeuge waren bis unters Dach gefüllt.

Flüchtlingskrise: Hofmann zufrieden mit der Aktion

„Die Leute haben hier nicht ihren Schrott, sondern hochwertige Sachen abgegeben“, betont Hofmann. Insgesamt 3,5 Tonnen Lebensmittel wie Kartoffeln, Linsen und Zwiebeln waren mit an Bord – darunter auch Zelte, Schlafsäcke und Isomatten. Über 30 Stunden war die siebenköpfige Truppe unterwegs. Ein Lastwagen legte mehr als 1800 Kilometer zurück. Ihre Spenden wurden begeistert in Empfang genommen. Hofmann: „Es ist beeindruckend, wie dort Menschen aus aller Welt anpacken."

Über die Flüchtlinge sagt er: „Wenn man die jungen Mütter mit ihren Kindern sieht, muss man helfen. Dann entsteht auch Empathie bei denjenigen, die noch mit Vorbehalten kämpfen.“

Johannes Heininger

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