Splitternackt durch den Hauptbahnhof

München - Völlig nackt ist ein Australier durch den Münchner Hauptbahnhof gerannt. Beim Fluchtversuch vor der Polizei rutschte der Mann auf eisigem Boden aus - und wurde festgenommen.

In zehn europäischen Großstädten war der 19-Jährige nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen bereits nackt in der Öffentlichkeit unterwegs. Warum? So hatte er stets Wetten gewonnen. In München war in der Nacht auf Donnerstag erstmalig Schluss mit der Nackedeierei.

Nur mit Schuhen am Körper und einer Boxershorts in der Hand war der Mann laut Polizei trotz bitterer Kälte durch die Schalterhalle des Hauptbahnhofs geschlendert. Als er eine Streife der Bundespolizei erkannte, wollte er in doppeltem Sinne „flitzen“ gehen. Beim Fluchtversuch rutschte er aber aus und stürzte, ohne sich jedoch zu verletzen.

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In schnell besorgte Decken gehüllt ging es anschließend per Streifenwagen in ein nahe dem Bahnhof gelegenes Hostel, um dort Kleidung und die Ausweispapiere des Nacktgängers zu holen. Bei der folgenden Vernehmung kam die laufende Wette ans Tageslicht. Dafür hatte er sich ein wenig Mut angetrunken: Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von gut einem Promill.

Eingestuft wurde die Tat als „Belästigung der Allgemeinheit durch eine grob ungehörige Handlung“, also als Ordnungswidrigkeit. Der Tourist musste 100 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen. Nun kann er seinen Europa-Trip fortsetzen. Wohin ist noch unklar, aber eine andere Großstadt soll wohl seine nächste Station sein. Vielleicht irgendwo, wo es derzeit etwa wärmer ist. „Ich mag es einfach, nackt zu sein“, gab der 19-Jährige während seiner Vernehmung an.

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Sven Rieber

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