Sportis: Dahoam is dahoam!

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Sporti-Sänger Peter Brugger.

München - Die Sportfreunde Stiller spielten in der ausverkauften Olympiahalle - und roquten! Das Konzert war voller Höhepunkte - die Zuschauer hatten ihren Spaß.

Am Ende ging Peter Brugger übers Wasser– beinahe. Beim Hecht ins Publikum nahm der Sänger der Sportfreunde Stiller sein Olympiabad in der Menge – und die glückseligen Fans hätten ihn am liebsten immer weitergetragen. Raus aus der Halle, heim nach Germering, und notfalls bis nach New York.

Dort waren Münchens liebste Pop-Buam zwar mittlerweile. Doch beim Konzert in der ausverkauften Olympiahalle stellten die Sportfreunde wieder mal fest: Dahoam is dahoam! „Wir sind zu Hause“, strahlte Brugger schon nach zwei Songs, die Sportfreunde spielten ihr Heimatlied. Und die letzten Textzeilen brachten Münchens vielleicht größte Pop-Party des Jahres auf den Punkt: „Alles klingt zusammen wie bei einer Symphonie, woanders gibt’s das selten oder nie.“

Sportis coming home!

Mittlerweile zwei Jahre ist das stromlose MTV Unplugged-Konzept mittlerweile alt, mit dem die Band den größten Erfolg ihrer Geschichte feierte. Und eigentlich waren die beiden Abende im Januar 2009 in der liebevoll ausgestatteten Puppenstube der Geiselgasteiger Filmstudios nicht mehr zu toppen. Waren sie aber doch!

Vor 12 000 Fans in der Olympiahalle bei der Letzten leisen Reise bewiesen Peter Brugger, Flo Weber und Rüde Linhof, dass sie auch nach 15 Jahren liebenswerte Anarchen geblieben sind. Sie tauchten zur ersten Zugabe "Alles Roger" plötzlich mitten in Block R der Gegengerade auf, ließen bei "Ich Roque" einen Godzilla durchs Pappmaché-New York der Bühnenkulisse roquen. Und sie gaben ihren Fans einmal mehr das gute alte Sportfreunde-Gefühl: „Wir stehen zwar zufällig hier oben – aber eigentlich gehören wir zu Euch da unten!“

Auch musikalisch (gottlob) alles wie gewohnt. Der hyperaktive Flo trommelte sich animalisch wie eh und je den Löwen-Frust von der Seele, die Bläser sowie die charmanten Geigerinnen vom Mio-Quartett brezelten Hits wie "Ein Kompliment" oder "Tu nur das, was Dein Herz Dir sagt" gehörig auf. Und Peter Brugger bewies einmal mehr, wie viel Spaß es machen kann, einem Nicht-Sänger beim Singen zuzuhören.

Ein grandioser Abend, übrigens auch dank der wunderbar exzentrischen Kate Nash im Vorprogramm. Fazit der Münchner Sportis-Fans: Jetzt zum allerletzten Mal, Ihr bleibt klar die erste Wahl! Zweimal werden sie das in München noch beweisen: Am 14. und 15. Dezember.

Das Bad in der Menge gibt es dann vielleicht in der Arena des ausverkauften Circus Krone.

Jörg Heinrich

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