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Fluffy Clouds: So sieht die neue Zwischennutzung im Freibad Georgenschwaige aus

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Von: Leoni Billina

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Betreiber Michi Kern und Bäder-Chefin Nicole Gargitter auf einem Boot in einem mit Sand aufgeschütteten Schwimmbecken
Betreiber Michi Kern und Bäder-Chefin Nicole Gargitter © Marcus Schlaf

Am Montag hat die kulturelle Zwischennutzung „Fluffy Clouds“ im Freibad Georgenschwaige eröffnet. Das Konzept des Betreiber-Trios für den innerstädtischen Spielplatz: inklusiv, offen, ohne Konsumzwang oder Reservierungen.

Der Münchner Norden hat eine neue Wohlfühloase – mit vielen Möglichkeiten, aktiv zu werden: Im Freibad Georgenschwaige hat am Montag „Fluffy Clouds“ eröffnet, eine kulturelle Zwischennutzung. Bis Ende September gibt’s dort Beachvolleyballfelder, Trampoline, Tischtennis, Slacklines, einen Biergarten, ein Tipi-Dorf – die Betreiber Michi Kern, Lissie Kieser und Gregor Wöltje haben sich einiges einfallen lassen, um die Münchnerinnen und Münchner im Sommer zu unterhalten. Und das alles ohne Eintritt, Konsumzwang oder Reservierungen.

„Begegnungsstätten wie Fluffy Clouds sind vor allem hier so wichtig, denn sie sind niederschwellig und offen, und damit das Gegenteil zum Exklusiven, Privaten, zum München-Klischee“, sagt Betreiber und Münchner Gastro-Größe Michi Kern. Er und sein Team, bestehend aus Lissie Kieser und Gregor Wöltje, haben bereits Erfahrung mit Zwischennutzungen: Sie betreiben unter anderem das Kulturzentrum „Sugar Mountain“ in Obersendling. Und jetzt „Fluffy Clouds“, ein Tageskonzept „von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang“, erklärt Kern.

Alle Angebote sind kostenlos

Dort soll es ganz ungezwungen zugehen: Alle Sportangebote sind kostenlos, lediglich das Beachvolleyball-Feld – im mit Sand aufgefüllten Schwimmbecken – kann man von 17 bis 20.30 Uhr buchen, davor kann es ohne Reservierung oder Gebühr genutzt werden. Tischtennisschläger und -bälle, Frisbees, Fußbälle und Basketbälle können kostenfrei gegen Pfand vor Ort ausgeliehen werden. „Wir haben schon im ,Sugar Mountain‘ die Erfahrung gemacht, dass die Leute so was mögen – alles ganz unkompliziert“, sagt Michi Kern. Ein Doppeldecker-Bus kann für Kindergeburtstage gemietet werden, im Biergarten gibt es afrikanische und italienische Speisen – alles vegetarisch und vegan.

Kleine weiße Tipis auf einer Wiese im Freibad Georgenschwaige
Für die kleinen Besucher gibt‘s ein Tipi-Dorf © Marcus Schlaf

Zusätzlich zum Sportangebot fahren die drei einen sozio-kulturellen Ansatz: Sie haben eine Kooperation mit der benachbarten Pfennigparade, mit der sie im Juli ein inklusives Sommerfest veranstalten. Außerdem sollen einmal im Monat Liedermacher auftreten, zur Debatte steht auch ein eintägiges Musik-Festival, das allerdings noch nicht genehmigt wurde.

2024 soll das Freibad wieder als solches eröffnen

Die Zwischennutzung bleibt bis Ende September im Bad Georgenschwaige, denn noch kann das Freibad nicht als solches genutzt werden: Ein Brand hatte vergangenes Jahr die Technik zerstört. Also mussten die Bäder-Chefinnen der Stadtwerke, Nicole Gargitter und Clara Kronberger, umplanen: Die erste Zwischennutzung für 2021 hieß „Fritzi und Karl“. Heuer wurde das Gelände zur Zwischennutzung neu ausgeschrieben. Es habe einige Bewerber gegeben, sagt Nicole Gargitter. Das Konzept von Michi Kern und seinem Team überzeugte schließlich. Im Oktober solle dann aber der Umbau zum Naturbad beginnen, das voraussichtlich 2024 eröffnen werde, sagt Gargitter.

Betreiber Michi Kern springt auf einem Trampolin
Statt ins kalte Wasser kann man in diesem Sommer im Freibad auf Trampolinen springen © Marcus Schlaf

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