Pilot-Projekt „Komm rein!“

Sprachkurs im Asylheim begeistert Bürgermeisterin

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Mohammed Abou Asel (20) im Unterrichtsraum. Er will in Deutschland Studieren.

München - Gunhild Brössel leitet das Pilot-Projekt „Komm rein!“ in der Aufnahme-Einrichtung für Asylbewerber in der McGraw-Kaserne. Sie bringt Menschen wie dem Syrer Mohammed Abou Asel (20) Deutsch bei.

"Mein Traum ist es, in Deutschland zu leben und zu studieren.“ Diesen Satz wiederholt Mohammed Abou Asel (20) beim Pressegespräch in der McGraw-Kaserne immer wieder. Der Syrer ist am 6. Juli in München angekommen – nach 13 Tagen Flucht. Seitdem hat er schon fleißig Deutsch gepaukt. Geholfen hat ihm dabei Gunhild Brössel, Leiterin des Pilot-Projekts „Komm rein!“ in der Aufnahme-Einrichtung für Asylbewerber auf dem Gelände der ehemaligen US-Kaserne. Unterstützung bekommt sie von einer Kollegin und zehn ehrenamtlichen Helfern.

Die Inhalte des Kurses: so praktisch wie möglich. Täglich geht’s in zweistündigen Vormittags- und Nachmittags-Einheiten um grundlegende Sprachkenntnisse – zum Beispiel in Sachen Einkaufen, Wohnen und Gesundheit. Ausflüge in die Stadt ergänzen den Unterricht. Das Sozialreferat hat das vorläufig einjährige Projekt im März zusammen mit der Münchner Volkshochschule, der Regierung von Oberbayern und der Inneren Mission ins Leben gerufen. 39.000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Wenn die Testphase erfolgreich läuft, wird das Projekt verlängert.

Bürgermeisterin Christine Strobl (54, SPD) ist von „Komm rein!“ begeistert: „Ein super Projekt! Wenn man die Sprache spricht, ist die Eingliederung in die Gesellschaft viel einfacher.“ Und was sagen diejenigen, um die es geht? Mohammed Abou Asel lobt: „Die Lehrer bemühen sich wirklich sehr um uns.“

Gestern Nachmittag ist der Syrer in eine Gemeinschaftsunterkunft nach Marktoberdorf (Allgäu) verlegt worden. Vielleicht helfen ihm dort auch die Sprachkenntnisse, die er beim Kurs in München erworben hat.

Severin Schötz

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