Faschings-Spritztour im Krankenwagen

München - Eigentlich hätte der Krankenwagen gar nicht im Einsatz sein dürfen - und weil der Fahrer unbedingt das Blaulicht ausprobieren wollte, wurde eine unerlaubte Spritztour am Dienstagmorgen ein Fall für die Polizei.

Am Dienstag gegen 00.50 Uhr fiel einer Streife der Polizeiinspektion 45 (Pasing) ein Einsatzfahrzeug eines Krankenhilfsdienstes auf, das mit eingeschaltetem Blaulicht die Bodenseestraße entlang fuhr. Die Polizeibeamten folgten dem Fahrzeug eine zeitlang. Es bog dann auf die A 8 in Fahrtrichtung Stuttgart ab. Kurz vorher schaltete der Fahrer des Einsatzfahrzeuges des Hilfsdienstes das Blaulicht wieder ab.

Dieses Verhalten machte die Polizeibeamten stutzig, sie folgten sie Fahrzeug und über eine Nachfrage bei den Rettungsleitstellen München und Fürstenfeldbruck stellte sich heraus, dass es um diese Zeit nicht unterwegs sein dürfte. Daher wurde es an der Ausfahrt Sulzemoos von der Autobahn geleitet und die Beamten kontrollierten den Fahrer.

Es stellte sich heraus, dass der Fahrer das Fahrzeug vom Krankenhilfsdienst zwar rechtmäßig für einen Einsatz erhalten hatte, jedoch keine Berechtigung hatte, dieses zu diesem Zeitpunkt und unter Einsatz von Sonderrechten zu fahren. Ursprünglich sollte das Fahrzeug bei einem Faschingsumzug am Faschingsdienstag eingesetzt werden.

Er gab zu, letztendlich eine „kleine Spritztour“ mit dem Fahrzeug gemacht zu haben, und dabei hätte er auch das Blaulicht ausprobiert. Das Fahrzeug wurde von den Polizeibeamten wieder dem Krankenhilfsdienst übergeben.

Rubriklistenbild: © dpa

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