Besinnliches zum Start ins neue Jahr

Spurensuche: Woran die Münchner wirklich glauben

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Wenn man Münzen über die Schulter in die Fontana di Trevi in Rom wirft, bringt es Glück – eine verheißt die sichere Rückkehr nach Rom, bei zwei verliebt man sich, bei drei kommt es zur Hochzeit. Ob vom Fischbrunnen am Marienplatz ähnliche Wunderkräfte ausgehen, ist zwar nicht überliefert, trotzdem ist der türkise Boden jeden Tag übersät mit Münzen. Und manchmal beobachtet man Münzenfischer, die mit Magneten nach ihnen angeln …
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Von früh bis spät werden die Nasen der vier Löwen vor der Residenz poliert! Seit 1596 bewachen sie die Residenz. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts war München an dieser Stelle zu Ende – wer die Stadt verlassen wollte, musste durch das Schwabinger Tor. Und verabschiedete sich von der Stadt mit einem sanften Schlag auf die Löwennasen, entweder im Gehen oder aus dem Kutschenfenster – als Dank für die schöne Zeit in München oder mit dem Wunsch nach einer guten Reise.
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Seit Bräurosl-Wirt Willy Heide (†) nach dem Bombenattentat von 1980 in das Wallfahrtskirchlein Maria Eich in Planegg jährlich eine große Kerze stiftete, ist die Wiesn friedlich geblieben.
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Auch wer auf die unzähligen Zettel blickt, die hinter der Kirche an der Wand hängen, liest von Danksagungen und Heilungen aus größter Not – etwa „Danke Mutter Gottes, der Krebs ist besiegt.“ Menschen jeden Alters und aller Gesellschaftsschichten pilgern hierher.
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Hier, vor der Büste von Pater Rupert Mayer im Bürgersaal in der Fußgängerzone, muss man Schlange stehen – und warten, bis man an der Reihe ist, die flache Hand auf die Bronzebüste des 1987 seliggesprochenen Münchner Jesuiten (1876-1945) zu legen und um Beistand zu bitten.
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Ursprünglich war Mayer auf dem Pullacher Jesuitenfriedhof begraben, wegen des hohen Andrangs überführte man ihn 1948 in die Münchner Bürgersaalkirche.
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Ihr Anblick ist so schaurig und gruselig, dass Minister Montgelas 1804 verbot, sie im Alten Peter zu zeigen: die Gebeine der Heiligen Munditia, zu der Gläubige aus aller Welt pilgern und an die magischen Kräfte der Schutzpatronin alleinstehender Frauen glauben. Sie lebte um das Jahr 205 in Rom. Ein Münchner Ratsherr bekam ihre Gebeine angeblich 1677 in Rom als Geschenk und stiftete sie dem Alten Peter. Seit 1883 ist die ­berühmte Ganzkörper-Reliquie am ­Seitenaltar wieder zu sehen.
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Gut 200 Jahre vor den Liebesschlössern hatte man in München eine andere Idee, den Glauben an die lange Liebe zu verewigen: Im Englischen Garten findet man auf Schritt und Tritt Liebesherzen aus dem 19. und 20. Jahrhundert! In Mode kamen sie vor allem durch das Gedicht von Wilhelm Müller Am Brunnen vor dem Tore. Darin heißt es: „Ich schnitt in seine Rinde so manches liebe Wort; es zog in Freud und Leide zu ihm mich immer fort.“

München - Manches ist nicht erklärbar. Und trotzdem glauben viele Menschen ganz fest daran. Auch in München gibt es diese besonderen Orte und magischen Phänomene.

Wussten Sie, dass es Glück bringt, den Busen der Julia-Statue am Alten Rathaus zu berühren? Und dass manche Baumherzerl im Englischen Garten 200 Jahre alt sind? tz-Fotograf Heinz Gebhardt hat sich in der Stadt umgesehen. Woran die Münchner glauben

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