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„Squid Game“ auf Münchner Pausenhöfen? Sprecherin nimmt Stellung - Sechs wichtige Anregungen zum Umgang

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Von: Lukas Schierlinger

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Der Netflix-Kassenschlager „Squid Game“ ist auch in München Gesprächsthema. Wie sollten Eltern und Jugendliche mit dem Hype umgehen?

München - „Mit Sorge beobachten wir die Popularität, die die Serie unter Kindern und Jugendlichen hat und lehnen die Werte, die in ihr vermittelt werden, kategorisch ab.“ Was ein Sprecher des bayerischen Kultusministeriums Ende Oktober zu Protokoll gab*, treibt aktuell viele Eltern im Freistaat um. Bei der erwähnten Serie handelt es sich um die populäre und vor allem bei jungen Leuten beliebte Netflix-Produktion „Squid Game“.

München: „Squid Game“ auf Pausenhöfen? Laut Sprecherin noch keine Fälle bekannt

Dabei treten etwa 500 Erwachsene in scheinbar harmlosen Kinderspielen gegeneinander an. Der Verlierer muss sterben. Auf bayerischen Pausenhöfen soll es bereits zu Auseinandersetzungen und Schlägen gekommen sein, als Schüler die Inhalte nachspielten. Wie ist die Lage in München?

„An den Münchner Schulen in städtischer Trägerschaft (Alle Grund-, Mittel- und Förderschulen sowie die Mehrzahl der Münchner Gymnasien sind staatliche Schulen; d. Red.) sind keine Fälle von Gewaltanwendung im Zusammenhang mit dem Nachspielen von ‘Squid Game‘ bekannt“, erklärt Ursula Oberhuber, Pressesprecherin im Referat für Bildung und Sport, auf Anfrage. Unbestritten sei die „gewalthaltige Serie“ aber auch auf Pausenhöfen der Isar-Metropole Gesprächsthema. Grundsätzlich seien Lehrkräfte angehalten, aktuelle Themen aus der Lebenswelt ihrer Schüler für Unterrichtsgespräche aufzugreifen.

Ausschnitt aus „Squid Game“
In der Netflix-Serie „Squid Game“ treten rund 500 Erwachsene gegeneinander in Kinderspielen an. Wer ausscheidet, wird getötet. © Youngkyu Park/AFP

„Durch die hohe Popularität der Serie kann unter Schüler*innen aller Jahrgangsstufen eine Art Gruppendruck, mitreden zu wollen, entstehen. Neben der Darstellung von extremer Gewalt ist die Kombination mit Kinderspielen nach dem Prinzip des Ausscheidens für einige Jugendliche besonders faszinierend und kann zum Nachspielen anregen“, beleuchtet Oberhuber den gefährlichen Trend. Die blutrünstige Darstellung übe auf manche Konsumenten den Reiz von Grenzüberschreitung aus, „die Rohheit der Spielregeln kann bei Kindern und Jugendlichen Ängste und Schrecken auslösen“.

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Wie können Eltern reagieren und welche Möglichkeiten haben Schüler selbst, dem „Gruppenzwang“ zu entgehen? Auf Anfrage liefert Pressesprecherin Oberhuber eine Art Leitfaden mit sechs Handreichungen:

Die südkoreanische Dramaserie „Squid Game“ wurde von Netflix erst im September 2021 für den internationalen Markt veröffentlicht. Schon vier Wochen später war die Produktion von etwa 111 Millionen Konten aus abgerufen worden, gleichbedeutend mit dem bis dato erfolgreichsten Netflix-Serienstart. (lks) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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