St.-Jakobsplatz: Am Wochenende wird groß gefeiert

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Am Jakobsplatz feiern die Anrainer.

Das Geburtstagsmotto der Stadt – Brücken bauen – üben die Anlieger des Jakobsplatzes schon seit einiger Zeit:

Vor eineinhalb Jahren hat die Israelitische Kultusgemeinde hier Quartier genommen und die früher unansehnliche Parkplatzbrache in das architektonisch eindrucksvolle Ensemble Hauptsynagoge, Jüdisches Gemeindezentrum und Museum verwandelt.

Wie sehr die neuen Nachbarn schon mit den Alteingesessenen zusammengewachsen sind, wollen alle zusammen am 5. und 6. Juli mit einem gemeinsamen Fest demonstrieren.

„Nachbarn bauen Brücken“ ist für Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers sogar die wichtigste Veranstaltung der Jubiläumsfeierlichkeiten. Mit der IKG und dem katholischen Angerkloster sind zwei Religionsgemeinschaften am Jakobsplatz daheim, die Armen Schulschwestern sogar schon seit dem Mittelalter.

Ellen Presser, Leiterin des IKG-Kulturzentrums und Provinzoberin Schwester Salome Strasser haben in der eineinhalbjährigen Vorbereitungsphase für das Fest ebenso zusammengearbeitet wie Wolfgang Till, Direktor des Stadtmuseums und Bernhard Purin, sein Amtskollege vom Jüdischen Museum.

Mitwirken werden von den Schülern der Theresia-Gerhardinger-Grundschule und des -Gymnasiums bis zu den „Freien Malern“ des Alten- und Servicezentrums des Arbeiter-Samariterbundes alle, die singen, malen oder spielen können. Ausstellungen, Konzerte von Klezmer bis Klassik, Führungen durch die Gebäude und durch die Stadt – Jugendliche erinnern dabei aus ihrer Perspektive an die dunkelste Zeit der Stadt.

Im historischen Orag-Haus, seit 100 Jahren Sitz der bayerischen Schneidereigenossenschaft, zeigen ausgesuchte Hanswerkskünstler – Geigenbauer, Federkielsticker, Glasmacher und natürlich Schneider, in Werkstätten ihr Können. Der künftige Nachbar Linde Group (ab September) steuert ein Konzert des Münchner Kammerorchesters im Hubert-Burda-Saal (der einzige kostenpflichtige Programmpunkt). Wöhr + Bauer lädt in den Hochgaragen der künftigen Linde-Zentrale zum multimedialen Kunstprojekt „32 Hektar. Stadtraum Angerviertel – vom Anger zum urbanen Zentrum“.

Das umfangreiche Programm des Festwochenendes am Jakobsplatz gibt es im Internet unter www.muenchen.de/kulturreferat. Man kann sich aber auch einfach auf gut Glück auf dem Jakobsplatz einfinden: Los geht’s an beiden Tagen um 10 Uhr.

BW

Quelle: tz

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