Stachus: Endlich wird nachgebessert!

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Die Rutschpartien sollen bis Anfang 2013 der Vergangenheit angehören

München - Risse und Rutschfallen sorgen im Stachus-Untergeschoss bei Schneeschmelze und Regen schon länger für Probleme. Beides soll bis nächstes Frühjahr endlich der Vergangenheit angehören.

Die Münchner können sich eigentlich glücklich schätzen mit den neuen Stachus-Passagen: Hell und übersichtlich laden die umgebauten Katakomben zum Bummeln ein. Wenn nur nicht die hässlichen Risse und das Wasser wären, das bei Regen und Schneeschmelze für glitschigen Untergrund sorgt. Beide Probleme sollen bis nächstes Frühjahr der Vergangenheit angehören.

Ab April 2008 wurde das einst finstere Stachus-Untergeschoss aus den 70er-Jahren rundum erneuert. 30 Millionen Euro ließen sich die LBBW Immobilien den drei Jahre dauernden Umbau kosten. Die LBBW haben das 18 000 Quadratmeter große Untergeschoss in Erbpacht von der Stadt übernommen. Über 50 Geschäfte bieten seit dem Umbau nun in den hellen Fluren ihre Waren und Dienstleistungen an.

Doch der schöne Schein war bald verflogen: Am Boden taten sich schon wenige Wochen nach der Teil-Eröffnung der ersten Läden im Sommer 2009 im Bereich der Sonnenstraße die ersten Risse im beigefarbenen Terrazzo-Boden auf. Terrazzo ist ein Kunststein, der flüssig aufgetragen und nach dem Trocknen glatt geschliffen wird. Fieberhaft suchten die Verantwortlichen nach der Ursache, offenbar trocknete der Terrazzo zu schnell, so die Vermutung. Also legte man Planen drauf, damit die Masse mehr Zeit hatte, hart zu werden. Doch auch diese Prozedur half wenig, noch immer bildeten sich feine Risse im hellen Fußboden, auch in den anderen Teilen des Untergrund-Bauwerks.

Und als wenn das nicht genug wäre: Bei Regen und Schneeschmelze rann das Wasser die Treppen herab und verwandelte den Fußboden in eine Rutschbahn. Als Erste-Hilfe-Maßnahme wurden vorigen Herbst raue Fußbodenaufkleber auf den Boden als Rutsch-Bremse geklebt.

Jetzt geht es beiden Ärgernissen an den Kragen: „Wir haben auf mehreren Teilflächen verschiedene Methoden ausprobiert, um die Risse verschwinden zu lassen“, so Inge Vogt, die Center-Managerin der Stachus-Passagen. Stück für Stück werden nach der Wiesn auf Kosten des Herstellers nachts Böden abgeschliffen, Risse verkittet und eine neue Terrazzo-Schicht aufgetragen. Spätestens bis April 2013 soll alles fertig sein.

Und auch an den Treppen passiert was. „Am unteren Ende der Abgänge werden größere Gitterroste eingebaut, um Wasser aufzufangen“, schildert Vogt. Die Rutsch-Falle wird entschärft. Vogt ist zuversichtlich: „Im Frühjahr ist an unseren Fußböden endlich alles so, wie es sein soll.“

Johannes Welte

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