Münchens Shopping-Paradies

Der Karlsplatz - Stachus

Personen kuehlen sich am Brunnen am Stachus Karlsplatz ab
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Der Stachus oder Karlsplatz ist einer der bekanntesten Plätze in München

Am Stachus führt in München kein Weg vorbei: Er ist ein wichtiger Knotenpunkt im öffentlichen Nahverkehr und der Beginn von Münchens Fußgängerzone.

München – Der Stachus oder offiziell Karlsplatz ist ein zentraler Platz in München, der zahlreiche Besucher anzieht und auf dem meist viele Menschen unterwegs sind. Dies liegt zum einen daran, dass sich hier zahlreiche Haltestellen von S- und U-Bahn, Bussen und Tram befinden, teils unterirdisch und teils überirdisch. Daher versammeln sich am Stachus auch viele Leute, die dort einfach nur ein- oder umsteigen und den öffentlichen Nahverkehr nutzen wollen. Auch der Hauptbahnhof ist je nach Route nur etwa 500 Meter entfernt. Zum anderen beginnt am Stachus die Münchner Fußgängerzone mit ihren zahlreichen Läden und Restaurants. Hier sind viele Menschen einfach zu einem Stadtbummel unterwegs, bei dem sie das Münchner Ambiente genießen können, aber natürlich auch zum Einkaufen.

Der große Brunnen am Stachus ist neben dem historischen Karlstor charakteristisch für das Erscheinungsbild des Platzes und lädt im Sommer dazu ein, sich hier ein wenig auszuruhen und zu erfrischen. Im Winter wird mitten auf dem Karlsplatz beim Münchner Eiszauber eine große Eisbahn zum Schlittschuhlaufen aufgebaut. Natürlich gibt es auch Glühwein und Verköstigung dazu.

Alle Läden und Angebote am Stachus unterliegen allerdings aktuell den Beschränkungen der Corona-Pandemie.

Die Stachus-Passagen

Shopping-Begeisterte kommen am Karlsplatz normalerweise nicht nur in der Fußgängerzone in der Kaufingerstraße und Neuhauser Straße auf ihre Kosten, sondern auch unterirdisch auf den rund 7.800 Quadratmetern der Stachus-Passagen, die über Rolltreppen und Aufzug erreicht werden können. Die Stachus-Passagen sind Europas größtes unterirdisches Shopping-Center. Vor der Corona-Pandemie haben täglich 300.000 Menschen die Stachus-Passagen besucht und das breit gefächerte Angebot genutzt.

Im Shopping-Paradies befinden sich über 60 Geschäfte aus den Bereichen Mode, Lifestyle und Beauty. Auch kulinarisch kann man sich hier verwöhnen lassen – ganz egal, ob man nur einen schnellen Snack beim Umsteigen zu sich nehmen oder gemütlich im Restaurant sitzen möchte. Und natürlich kann man auch den gewöhnlichen Lebensmittel-Einkauf hier erledigen, zur Apotheke oder zum Friseur gehen. Unter anderem befinden sich folgende Geschäfte in den Stachus-Passagen:

  • Starbucks
  • Sushi Express
  • Jochen Schweizer
  • More & More
  • Hallhuber
  • Galeria Kaufhof
  • BUTLERS
  • Dunkin Donuts
  • Vodafone
  • Vero Moda
  • Vitalia
  • Lindt
  • Edeka
  • dm

Die Stachus-Passagen sind von Montag bis Samstag von 9:30 bis 20:00 Uhr geöffnet, wenn die Corona-Pandemie dies nicht verhindert. Allgemein gilt seit dem 18. Januar 2021 eine Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske im öffentlichen Personennahverkehr, Einzelhandel und bei Friseuren und anderen körpernahen Dienstleistungen. Über die aktuell genau geltenden Regeln informieren das Stadtportal München und die Stachus-Passagen.

Geschichte des Karlsplatz

An der Stelle des Stachus verlief im Mittelalter die Salzstraße, die Ursache für die Existenz Münchens ist. Um 1300 wurde hier ein Stadttor errichtet, das bis 1791 Neuhauser Tor genannt wurde. Im 15. Jahrhundert erhielt dieses Tor ein Vortor mit zwei Flankierungstürmen, die heute noch als einziges im Original erhalten sind und den Abschluss des Stachus nach Osten bilden. Außerdem wurde ein Vorwerk in Form eines Rondells zur Feindabwehr errichtet. Passend zum Neuhauser Tor hieß der Stachus zunächst „Neuhauser-Tor-Platz“.

Im Juli 1792 wurde das Neuhauser Tor zu Ehren des bayerischen Kurfürsten Karl Theodor in Karlstor umbenannt. Im Februar 1793 wurde der Neuhauser-Tor-Platz zum „Karls-Thor-Platz“. Am 27. April 1797 genehmigte Karl Theodor dann schließlich die Umbenennung des Stachus in „Karlsplatz“.

So entstand der Name „Stachus“

Die Bezeichnung „Karlsplatz“ nach dem Kurfürsten Karl Theodor ist bis heute der offizielle Name des Platzes. Doch wie kommt es, dass er von den meisten Menschen als Stachus bezeichnet wird? Im 18. Jahrhundert stand hier eine Gastwirtschaft, die von Mathias Eustachius Föderl, genannt „Eustach“, betrieben wurde. Nach ihm erhielt die Wirtschaft den Namen „Stachus“. Dieser wurde dann auf den Platz, an dem sie lag übertragen. Dass sich dieser Name mehr durchsetzte als „Karlsplatz“ ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass Kurfürst Karl Theodor nicht besonders beliebt bei den Münchnern war. Auf jeden Fall ist die Bezeichnung des Platzes als „Stachus“ bis heute so geläufig, dass sie neben der offiziellen Bezeichnung „Karlsplatz“ auf Straßenschildern und auch bei der Ansage in den öffentlichen Verkehrsmitteln mitverwendet wird.  

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