Dauer-Baustelle Pfusch-Boden

Stachus-Passagen: Werden die niemals fertig?

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Es wird mal wieder gewerkelt in den Stachus Passagen - hier wurden Bereiche abgeklebt, die repariert werden müssen.

München - Es ist schon bald zwei Jahre her, dass die Stachus Passagen feierlich eröffnet worden sind. Doch der Fußboden der Einkaufsmeilen ist nach wie vor in einem schmuddeligen Zustand.

Noch immer wird repariert und ausgebessert – und in ein paar Wochen soll der Terrazzo-Kunststein endlich so glänzen, wie es sich die Münchner Architekten Allmann-Sattler-Wappner vorgestellt hatten.

Seit 2008 wird gebaut

Die zusätzlichen Ablaufgitter am Fuße der Treppen lassen immer noch auf sich warten.

Schon seit April 2008 ist das Untergeschoss unter dem Stachus Baustelle. Von Anfang an stand der 30-Millionen-Euro-Bau, den die Stadt München an die LBBW Immobilien, eine Tochter der Landesbank Baden-Württemberg verpachtet hatte, unter keinem guten Stern. So musste der erste geplante Eröffnungstermin von Ende 2009 auf Ende 2010 verschoben werden, weil ein Mieter nicht auszog, der dem Umbau im Weg stand. Dann wurden drei Passanten von herab fallenden Betonbrocken getroffen, einer war acht Kilo schwer (tz berichtete). Als dann im Juni 2009 der erste Teil der Passagen unter der Sonnenstraße eröffnet wurde, taten sich im Boden tiefe Risse auf. Dieses Problem bekamen die Stachus Passagen seitdem nicht in den Griff. Und als wenn das noch nicht genügt hätte, verwandelte sich der Fußboden im Untergeschoss bei Regen und Schnee in eine gefährliche Rutschbahn.

München von oben im Vergleich: 1962 und 2011

München von oben im Vergleich: 1962 und 2011

„Jetzt wir nachgebessert“, versprach Center-Managerin Inge Vogt im Juli vergangenen Jahres. So sollten die Fußboden-Teile Stück für Stück abgeschliffen, die Risse verkittet und neu versiegelt werden. Außerdem sollten an den Füßen der Treppen die Wasserablaufgitter vergrößert werden, damit kein Schmelz- oder Regenwasser in die Passage getragen wird. „Spätestens bis April 2013 wird alles fertig“, hieß es voriges Jahr.

Tatsächlich sieht man im Moment nur hässliche Schleifspuren im Boden, von den großen Gittern fehlt jede Spur. „Die kalten Temperaturen der vergangenen Wochen haben die Arbeiten verzögert“, erklärt LBBW-Sprecherin Brigitte Reibenspies. Sie verspricht: „Wir sind voraussichtlich Ende April fertig.“

J. Welte

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