Siemens macht das Rennen

Stadt bestellt 22 neue Trambahnen

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Die MVG hat 22 neue Tramzüge vom Typ Avenio bei Siemens in Auftrag gegeben. 124 weitere sollen bis 2028 folgen.

München - Siemens macht das Rennen: Die Stadtwerke haben beim Münchner Konzern 22 neue Trambahnen bestellt und halten sich die Option für 124 weitere Züge offen.

Damit wird der Avenio-Typ das neue Standard-Fahrzeug der Münchner Tram. Dabei war die Bestellung bei Siemens ursprünglich eine Notlösung, da sich die zuvor eingeführte Variobahn als Flop heraus gestellt hatte.

Gestern gab die MVG bekannt, dass Siemens ein europaweites Ausschreibungsverfahren der Stadtwerke gewonnen habe. Die unterlegenen Konkurrenten hätten nun noch eine Frist von zehn Tagen, um Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen.

Der Clou an der Avenio-Tram ist: Man kann Züge aus mehreren Teilen zusammensetzen und je nach Bedarf auf die Schiene schicken. Denn jedes Teil hat seinen eigenen Antrieb. So bestellen die Stadtwerke neun zweiteilige, neun dreiteilige sowie vier vierteilige Züge. Je ein zwei- und dreiteiliger Zug werden dann zu neun „Doppeltraktionszügen“ zusammengesetzt. Mit 48 Meter werden das dann die längsten bisher in München eingesetzten Trambahnen sein und können 260 Menschen transportieren. Die Maxi-Trambahnen sollen auf den Linien 20 und 21 eingesetzt werden. Die dadurch frei werdenden Großraumzüge des Typs R mit 220 Plätzen werden dann mit vier neuen vierteiligen Avenios auf den Linien 17 und 18 eingesetzt. 13 kleine Trambahnen des Typs R 2.2 sollen ausgemustert werden.

Die weitere Option auf 124 Züge bis zum Jahr 2028 erläutert MVG-Chef Herbert König: „Mit diesen Optionen können wir in den kommenden Jahren bis weit ins nächste Jahrzehnt hinaus bedarfsgerecht neue Fahrzeuge abrufen.“

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