"Dumm-dreiste Lüge"

Stadt München warnt vor diesem Hetz-Brief!

München - Es vergeht kaum ein Tag, an dem anonyme Hetzer sich nicht neue Tricks einfallen lassen, um mit falschen Gerüchten den Menschen Angst vor Flüchtlingen zu machen.

Derzeit macht ein täuschend echt gefälschtes Schreiben die Runde, in dem Senioren aufgefordert werden, Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Der Brief trägt den Absender und das Wappen des städtischen Amtes für Wohnen und Migration. Die Stadt München würde, so heißt es in dem Falsch-Schreiben, natürlich eine Garantie für die Miete übernehmen. Flüchtlinge könnten auch eine Hilfe im Haushalt und bei anderen Tätigkeiten sein. 

Zum Schluss folgt dann ein Satz, der als Drohung aufgefasst werden soll: „Auf eine eventuelle Beschlagnahme von Wohnraum zur Vermeidung von Obdachlosigkeit könnte dann somit verzichtet werden“. Münchens Sozialreferentin Brigitte Meier (SPD), der das Amt für Wohnen und Migration untersteht, ist entsetzt: „Es ist dies ganz offensichtlich ein weiterer, verabscheuungswürdiger Versuch, Unwahrheiten im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen zu verbreiten, um Ängste in der Bevölkerung zu schüren.“ Meier spricht von „dumm-dreisten Lügen. Das Schreiben ist eine Fälschung und entbehrt jeder Grundlage.“ Sie bittet die Münchner, „solchen dumm-dreisten Lügen keinen Glauben zu schenken“. 

Bei der Münchner Haus- und Grundbesitzervereinigung meldete sich ein Hausbesitzer, dessen Mieterin von solch einem Schreiben aufgeschreckt wurde. Haus & Grund-Chef Rudolf Stürzer hatte die Fälschung auf Anhieb erkannt: „Gerade weil diese versteckte Drohung mit einer Beschlagnahme der Wohnung aus juristischer Sicht völlig unhaltbar ist.“ 

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