Münchens Visitenkarte

München bekommt ein eigenes Tourismus-Onlineportal

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Die Beschreibung von Sehenswürdigkeiten & Co bekommt jetzt ein eigenes Internet-Portal.

München -München bekommt ein eigenes Tourismusportal. Das hat der Wirtschaftsausschuss des Stadtrats beschlossen.

Bislang war die Beschreibung von Sehenswürdigkeiten und Attraktionen der Stadt sowie der Verweis auf Hotels in das bestehende Web-Portal www.muenchen.de integriert. Nun wird im Internet eine eigene Website für diesen Zweck aufgebaut.

Nach Meinung der CSU ein überfälliger Schritt: „Endlich bekommen wir ähnlich wie in Hamburg und in Berlin einen zeitgemäßen Auftritt. Besser spät als nie“, kommentierte der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Manuel Pretzl. Das neue Portal sei ein wichtiger Baustein im Bemühen, München als Tourismus-Standort noch attraktiver zu gestalten.

Die reguläre Website der Stadt ist hauptsächlich verwaltungsorientiert. Die Institutionen München Tourismus, Tourismus Initiative München und Portal München GmbH (Betreiber des Internet-Portals der Stadt) sollen eine neue digitale Visitenkarte erstellen. Die Projektleitung wird an einen externen Dienstleister ausgeschrieben und soll im vierten Quartal 2015 vergeben werden. Bei München Tourismus sollen drei neue Stellen geschaffen werden. Die Personal- und Sachkosten für den Betrieb der Internet-Plattform dürften von 2016 an jährlich etwa 280 000 Euro betragen.

Statistiken belegen, dass sich mittlerweile die überwiegende Mehrheit der Touristen im Internet über das Reiseziel informiert. In seiner neuesten Studie berichtet das Marktforschungsunternehmen Qualitätsmonitor Deutschland, dass sich Gäste, die zwischen 2011 und 2014 nach München gereist sind, bereits zu 58 Prozent im Voraus im Internet über die Stadt informiert haben. 32 Prozent der Befragten gaben an, sich mit Hilfe von Reiseliteratur und Reiseführern auf ihren Aufenthalt vorbereitet zu haben. Laut dem Verband Internet Reisevertrieb gab es im Jahr 2014 bei bereits 60 Prozent aller Städtereisen in Deutschland mindestens eine Leistung, die online gebucht wurde. Seit 2005 beobachtet der Verband eine kontinuierliche Zunahme der Online-Buchungen. Der Anteil der stationären Reisebürobuchungen fiel in dieser Zeit von 42 auf 30 Prozent zugunsten der Online-Vermittler, die ihren Marktanteil von sieben auf 18 Prozent mehr als verdoppeln konnten.

Strukturell ist bei der neuen Website geplant, dass München Tourismus die Vertriebshoheit über den gesamten Bereich Hotel und Kongress erhält. Für den endgültigen Kauf und die Übereignung der bisher auf „muenchen.de“ gelisteten Geschäftssparten Hotel und Kongress“ bekommt die Betriebsgesellschaft von München Tourismus einen adäquaten, marktüblichen Kaufpreis.

Die Tourismusseite der Portalgesellschaft (www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/ tourismus) wird künftig auf das neue Portal verlinkt. Mit dessen Freischaltung wird erst im Laufe des Jahres 2016 gerechnet.

Klaus Vick

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