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Stadt plant größtes Isarfest aller Zeiten

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Spaß trotz Bauarbeiten: Kinder planschen an der Wittelsbacherbrücke in der Isar. Bald soll auch hier ein Fest zum Abschluss der Renaturierung steigen

München - Das wird ein Knaller: Wie die tz erfuhr, plant die Stadt zum Abschluss der Isar-Renaturierungsarbeiten ein riesengroßes Isar-Fest. Es wird wohl das größte werden, das es am Fluss je gab.

Fünf Bezirksausschüsse sind laut BA-Chef Alexander Miklosy (Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt) an den Vorbereitungen beteiligt. „Alle angrenzenden Stadtteile von Harlaching über Sendling, die Au bis zum Lehel wollen etwas beitragen.“ Der Termin sei auf den 6. August festgesetzt.

Doch damit nicht genug: Erstmals könnte eine Stadtparty nicht nur auf den Straßen und Brücken stattfinden, sondern auch auf den angrenzenden Wiesen und in den Auen – also richtig nah am Wasser! „Unser Ausschuss hat beantragt, die Wittelsbacher Straße zu sperren und das gesamte Hochwasserbett nutzen zu dürfen.“ Laut BA-Chef soll die Hauptbühne – unter anderem für ein Musikprogramm – in den Frühlingswiesen aufgebaut werden, das ist in der Parkanlage entlang der Eduard-Schmid-Straße in der Au.

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Miklosy denkt derzeit über ein vielfältiges Programm nach: „Es könnten zum Beispiel Gaukler auf der gesamten Fläche auftreten oder Theater-, Tanz- und Musikgruppen ohne Verstärker über die Wiesen wandern.“ Der Ausschuss stehe bereits in Kontakt mit zahlreichen Künstlern.

Vieles deutet darauf hin, dass die Isar damit endgültig keine Tabuzone für Veranstaltungen mehr ist. Angefangen hat die schrittweise Aufweichung mit dem Stadtgründungsfest 2008, als ein Teil der Feierlichkeiten auf den Isarbrücken stattfand. Dann vergangenen Sommer das Isarinselfest, das gegen die Einwände von Umweltschützern teilweise im Landschaftsschutzgebiet genehmigt wurde. Erst kürzlich segnete der Stadtrat den Vater-Rhein-Brunnen als neuen Standort für den Kulturstrand ab. Und nun Party bis hin zu den Wellen. „Es könnte sich auch langfristig etwas ändern“, sagt Benjamin David von der Veranstaltungsgruppe Urbanauten. „Das Planungsreferat führt Workshops durch, die sich mit Kulturveranstaltungen an der Isar beschäftigen – die freilich umweltschonend sind. Vielleicht wird so etwas künftig vermehrt zugelassen.“ Eine Strandbar direkt am Wasser ähnlich wie Hamburg oder Berlin? Zumindest die Münchner, die schon lange bemängeln, dass an der Isar nichts geboten sei, würde das sicher freuen.

Nina Bautz

Der große Fluss-Umbau

1988 hatte der Münchner Stadtrat den „Isarplan“ beschlossen, der dem Alpenfluss zwischen Großhesseloher Brücke und Deutschen Museum ein neues Bild geben sollte. Als Vorbild diente der Flaucher mit seinen naturnahen Kiesbänken. Ab 1995 arbeiteten das städtische Baureferat und das Wasserwirtschafts­amt die Pläne dafür aus. Der erste Bauabschnitt war im Jahre 2000 am Zoo, ein Jahr später wurde in Großhesselohe gebuddelt. Seit 2001 graben sich die Bagger abschnittsweise vom Zoo nach Norden. Mit dem Umbau werden die alten Stein- und Betonufer heraus gegraben, es werden neue Kiesbänke geschüttet, es entstehen auch ­Inseln und Seitenarme (Foto: Kurzendörfer). Auch die Hochwasserdämme wurden erhöht. Der Umbau wird 29 Millionen Euro kosten. Die Kosten tragen der Freistaat zu 55 Prozent, den Rest zahlt die Stadt.

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