Neues MVG-Programm

So plant die Stadt den Verkehr der Zukunft

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ie Grafik oben zeigt, wie die geplante Mietradl-Station an der Uni aussehen soll.

München - Immer mehr Leute sind dauernd unterwegs. Wie man damit klarkommen kann, ohne Verkehrsinfarkt? Zum Beispiel mit einem Mietradl-System, das den öffentlichen Nahverkehr ergänzen soll. Und mit dem neuen Ring-Tunnel, der vor seiner Einweihung noch zur Party-Höhle wird.

Da tät Captain Kirk mit den Ohren schlackern … Die Münchner Radl des Jahres 2015 sind deutlich fortschrittlicher als das Raumschiff Enterprise. Jedenfalls, wenn das alles klappt, was die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bald in Sachen Mietradl auffahren will. „MVG Rad“: So heißt das neue Programm, das am 17. Juli starten soll. MVG-Chef Herbert König sagt: „Für alle, die gern flexibel und spontan unterwegs sind, ist MVG Rad das perfekte Angebot. Damit bieten wir neben U-Bahn, Bus und Tram noch eine weitere Möglichkeit, mit der MVG ganz einfach mobil zu sein.“ Davor gibt’s noch eine Testphase, bei der MVG-Mitarbeiter ausprobieren, ob das Ganze tatsächlich funktioniert wie geplant.

Die Idee: Wer Radl fahren will, öffnet die (kostenlose) App MVG More, die rechtzeitig für iPhone und Android verfügbar sein wird. Das Handy zeigt dann auf einem Stadtplan an, wo in der Gegend freie Radl stehen (ähnlich wie bei DriveNow fürs Auto). Sie reservieren eins davon, bekommen eine PIN geschickt. Diese Geheimzahl geben Sie dann am entsprechenden Radl ein – auf dem Bordcomputer überm Hinterrad. Das Schloss geht auf, und los geht’s! Wenn Sie am Ziel sind, stellen Sie das Rad entweder an einer der MVG-Rad-Stationen ab oder irgendwo innerhalb des Rückgabegebiets (etwas kleiner als das gesamte Stadtgebiet). Schloss zu – und fertig.

Die Kosten: Abgerechnet wird nach Fahrzeit. Acht Cent pro Minute, Studenten und IsarCard-Abonnenten zahlen fünf Cent pro Minute. Abgebucht wird per Kreditkarte oder per Lastschrift: Das entscheiden Sie am Anfang beim Einrichten der App. Außerdem sind Jahrespakete geplant. Zum Beispiel: 48 Euro pro Jahr, dafür 30 Radl-Freiminuten pro Tag.

Die Technik: Insgesamt 1200 Radl an 125 Stationen sollen’s erst mal werden. Acht Gänge, verstellbarer Sattel, Gepäckträger vorn. Bloß Wadl- statt Warp-Antrieb – in dieser Hinsicht gewinnt dann doch die Enterprise.

Uli Heichele

Neuer Tunnel: Große Party und Lauf

Seit 2009 wird der Luise-Kiesselbach-Tunnel gebaut, jetzt ist die 400 Millionen teure Röhre fast fertig. Die Eröffnung im Juli wird groß gefeiert: Mit einem Tunnellauf und einer Tunnelparty.

Am Freitag und Samstag (17./18. Juli) wird die Röhre zur Partylocation. Im Internet wird auf Facebook angekündigt, dass es jede Menge Bars, Lounges und zwei Dancefloors gibt. 95.5 Radio Charivari sorgt wird für heiße Musik sorgen.

Der Tunnellauf findet, wie berichtet, am 23. Juli statt. Um 19 Uhr geht’s rund sieben Kilometer durch den Untergrund. Startgebühr: 19 Euro inklusive Laufshirt.

Anmeldung: www.tunnellauf-muenchen.de

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