Handwerker werden voraussichtlich auf ihren Rechnungen sitzen bleiben

Stadt soll der Schranne aus der Patsche helfen

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In der Schranne ist viel Betrieb, dennoch ist sie in finanzielle Schieflage geraten.

München - Die Geldnöte der Schrannenhalle ziehen ihre Kreise. Das Rathaus sucht dringend nach einer Lösung für den von der Pleite bedrohten Vergnügungstempel. Interessenten gibt es schon.

Viele Handwerker, die noch Rechnungen offen haben, könnten jedoch leer ausgehen.

Der vom Gericht eingesetzte Zwangsverwalter der Schrannenhallen GmbH & Co. KG Johannes Mauder sieht schwarz für die Handwerker, die noch Rechnungen offen haben vom Bau der Schrannenhalle: „Es hängt davon ab, in welcher Reihenfolge die Hypotheken im Grundbuch stehen. Ich sehe da aber große Probleme vor allem für die Handwerker. Wer hinten steht, hat Pech gehabt.“ Vor allem die Firmen, die die Außenanlagen hergerichtet haben, würde es somit treffen. Die Stadt selbst, die das Gelände an den umstrittenen Investor Klaus Thannhuber in Erbpacht vergeben hat, sei fein raus, „Die bekommt ihren Erbpachtzins, die steht ganz oben im Grundbuch.“

Unterdessen laufen im Rathaus die Rettungsversuche für die Schrannenhalle auf Hochtouren. Bürgermeister Hep Monatzeder zur tz: „Die Schwierigkeiten der Schranne sind ja schon seit Monaten bekannt. Es gibt mehrere Investoren, die an einem Kauf der Schrannenhalle interessiert sind.“ Ob der Kaufpreis alle Forderungen decken wird, ist allerdings fraglich. Monatzeder betont aber: „Der Stadt wird kein Schaden entstehen, Es wird auch keine Investitionsruine geben.“ Forderungen der Handwerker an die Schrannenhalle seien aber nicht mehr Angelegenheit der Stadt.

Der kulturpolitische Sprecher der CSU-Stadtratsfraktion, Richard Quaas ist darüber empört: „Dem dritten Bürgermeister, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden und dem Ober-Grünen scheint es nur wichtig zu sein, dass die Stadt ihr Geld bekommt. Dass aber private Geschäftsleute möglicherweise auf ihren Forderungen sitzen bleiben, ist ihnen egal. Ein merkwürdiges Verständnis von Politik für die Bürgerinnen und Bürger.“

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Schrannenhalle in Geldnot

Der Fraktionsvorsitzende der Stadtrats-CSU, Josef Schmid fürchtet, dass die Schranne nach einem Verkauf zum Eventtempel verkommt: „Dann drohen höhere Mieten – und damit vielleicht das Aus für die Handwerker-Geschäfte und auch für die Kultur.“

Quelle: tz

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