Beschluss im Stadtrat

Stadt spendiert Schwimmkurse für bedürftige Kinder

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München - Immer mehr Kinder, selbst im Schulalter, können nicht richtig schwimmen. Im Stadtrat wurde deshalb am Mittwoch eine Schwimmkurs-Offensive auf den Weg gebracht. Die Stadt will mehr Schwimmkurse anbieten, für bedürftige Kinder sollen die kostenlos sein. 

Ertrinken ist mittlerweile die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache bei Kindern. Immer mehr Schüler können nicht richtig schwimmen. Die SPD-Fraktion im Münchner Stadtrat hatte zuletzt im vergangenen Januar beantragt, dass in München kostenlose Schwimmkurse für bedürftige Kinder und Jugendliche angeboten werden sollen.

Am Mittwochnachmittag hat der Sportausschuss des Stadtrats eine Schwimmkurs-Offensive auf den Weg gebracht: An Samstagen und in den Ferien werden in Zukunft 50 zusätzliche Anfängerkurse angeboten. So können jedes Jahr 408 Kinder mehr als jetzt lernen zu schwimmen. Acht neue Schwimmlehrkräfte wird die Stadt extra dafür anstellen. Zugleich soll eine Werbekampagne gestartet werden, die das neue Angebot bekannt machen und allgemein darüber informieren soll, wie wichtig es ist, dass Kinder schwimmen können.

Für Kinder aus bedürftigen Familien kostenlos

Für den Nachwuchs aus finanzschwachen Familien werden die Anfängerkurse kostenlos sein. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass 30.000 Münchner Kinder als bedürftig angesehen werden müssen, hinzu kommen außerdem noch Flüchtlingskinder. Möglichst viele von ihnen sollen sichere Schwimmer werden. Deshalb will die Stadt pro angebotenem Kurs zwei Plätze für sie reservieren. Und noch eine Änderung ist heute beschlossen worden: Die Öffnungszeiten von Schulschwimmbädern sollen ausgeweitet werden.

Verena Dietl, Stadträtin und sportpolitische Sprecherin der SPD, freut sich über den Beschluss des Sportausschusses. Sie betont aber auch, dass die Stadt damit eine Aufgabe des Freistaats schultert. "Eigentlich ist es eine Aufgabe des Freistaats, dafür zu sorgen, dass die bayerischen Schüler Schwimmen lernen. Es steht immerhin im Lehrplan." Dennoch hatte die SPD die Maßnahmen beantragt, denn das Wohl der Kinder stehe absolut im Vordergrund. 

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