Für einkommensschwache Haushalte

Stadt stellt Projekt „Wohnen für alle“ vor

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Das Wohnen-für-alle-Projekt am Dantebad hat im Oktober bereits Richtfest gefeiert. 

München - 3000 geförderte Wohnungen will die Stadt in den nächsten vier Jahren bauen: Wie das Konzept dafür aussehen soll: 

„Ein wohnungspolitischer Paukenschlag“: So nannte OB Dieter Reiter (SPD) im März den Plan, binnen vier Jahren 3000 geförderte Wohnungen zu bauen. Die Sofortmaßnahme wurde zusätzlich zum regulären Bauprogramm der Stadt initiiert. 

Wohnen sollen dort einkommensschwache Haushalte: je zur Hälfte anerkannte Flüchtlinge und Wohnungssuchende. Gebaut wird von den städtischen Gesellschaften Gewofag und GWG. Ende des Jahres sollen die ersten Wohnanlagen bezogen werden. Diese sollen nach einem speziellen Plan betrieben und die Mieter, vor allem die Flüchtlinge, betreut werden. Das Sozialreferat stellt das Konzept demnächst im Stadtrat vor.

Drei Pilot-Standorte

Ziel ist, bleibeberechtigte Flüchtlinge „in die Stadtteilgesellschaft“ zu integrieren und ihnen den „Einstieg in den Arbeits- oder Ausbildungsalltag“ zu erleichtern. An drei Pilot-Standorten soll das Konzept ausprobiert werden: Homerstraße (Moosach), Bodenseestraße (Pasing) und Gärtner-/Dürrstraße (Moosach). Diese Anlagen mit insgesamt 300 Wohnungen sollen bis Anfang 2017 bezugsfertig sein. Eingeplant sind gut ausgestattete Gemeinschaftsräume, die auch Bewohner des Stadtteils nutzen können.

Laut Sozialreferat ziehen an den drei Standorten etwa 300 Flüchtlinge ein. Drei Sozialpädagogen sollen ihnen zur Seite stehen. Zudem soll es 1,5 Stellen für Hausverwalter geben mit der Aufgabe, Rechte und Pflichten eines Mietvertrags zu vermitteln. Ziel ist, dass sich die Lebenssituation der Bewohner auf Dauer „erheblich verbessert“, so dass sie etwa weniger Sozialleistungen beziehen müssen.

Stadtteil-Initiativen werden eingebunden 

Auch Initiativen aus dem Stadtteil sollen eingebunden werden. Sobald die anderen elf Anlagen in Betrieb gehen, soll das Betreuungskonzept dort analog angewendet werden. Finanziell kommt der Stadt zugute, dass sie die Ausschreibung eines EU-Projekts gewonnen hat – und eine Fördersumme von bis zu 3,9 Millionen Euro einstreichen dürfte, was 80 Prozent der Gesamtprojektkosten decken könnte. 

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