Klare Spielregeln für das Wappen

Stadt verbietet Multi-Kulti-Kindl

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Dieses "Open Kindl" hat die Stadt jetzt verboten.

München - Die Stadt München gibt sich gerne weltoffen. Die Aktion "Open Kindl", die das Stadtwappen, das Münchner Kindl, mit Kreuz, Halbmond, Davidstern, Dharma-Rad und Om-Zeichen propagiert, geht ihr dann aber doch zu weit.

Als Symbol für die fünf Weltreligionen hat die Design-Agentur Martin et Karczinski die Wappenfigur der Landeshauptstadt München mit Kreuz, Halbmond, Davidstern, Dharma-Rad und Om-Zeichen ausgestattet. Auf Plakaten im U-Bahnhof Odeonsplatz und in der Paul-Heyse-Unterführung wurde unter der Aktion "Open Kindl" für ein tolerantes und weltoffenes München geworben. Doch die Stadt hat etwas dagegen: Sie hat es der Agentur jetzt untersagt, das Stadtwappen für deren Aktion zu nutzen. Außerdem wurde Martin et Karczinski aufgefordert, die Markenanmeldung für das "Open Kindl" beim Patent- und Markenamt wieder zurückzunehmen. In einer Presseerklärung heißt es: "Grundsätzlich begrüßt die Stadt natürlich Aktionen, die für Weltoffenheit und Toleranz werben und ist auch gerne bereit, sie nach Möglichkeit zu unterstützen." Für die Verwendung des Stadtwappens gelten allerdings klare Spielregeln, auf deren Einhaltung die Stadt auch bestehen müsse. Das geschützte Hoheitszeichen darf demnach grundsätzlich nur von der Stadt München verwendet werden.

J. Heininger

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