Galgenfrist bis 2018

Stadt will alte Bolleröfen verbieten

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Vor allem im Winter verschmutzen Einzelöfen die Münchner Luft.

München - Die Stadt München will bis 2018 die alten Bölleröfen vollständig verbieten. Grund ist ihr hoher Schadstoffausstoß. Um Betroffene zum Kauf eines neuen Ofens anzuregen, wird über einen Bonus nachgedacht.

Galgenfrist für die guten alten Bolleröfen: Die Stadt will bis 2018 die so genannten „Einzelfeuerstätten für feste Brennstoffe“, die nicht die strengen Grenzwerte der Stadt von 1999 erfüllen, vollständig verbieten.

Zahl der alten Bölleröfen wird auf 40.000 geschätzt

Das bedeutet, dass jeder, der so noch mit Brennholz oder Briketts heizt, sich innerhalb der kommenden vier Jahre einen neuen Ofen besorgen muss. Schon seit 1999 dürfen die Händler in München nur noch Öfen verkaufen, die die strengen Münchner Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide einhalten. Seitdem wurden rund 20.000 Geräte, vor allem Kaminöfen verkauft.

Umweltreferent Joachim Lorenz (Grüne) schätzt die Zahl der alten Bolleröfen auf 40.000. Die sollen mit einer Verschärfung der Brennstoffverordnung ab 2018 verboten werden – sechs Jahre vorher als im restlichen Bundesgebiet.

"Es geht um die Reduzierung der Luftschadstoffe"

Warum die Eile? „Es geht um die Reduzierung der Luftschadstoffe“, so Lorenz. Die Stadt wird von der EU angehalten, die Werte von Feinstaub und Stickoxiden zu senken.

Lorenz: „Untersuchungen in Augsburg und Nordrhein-Westfalen zufolge tragen die Einzelöfen zu 20 Prozent an den Luftschadstoffwerten bei.“ Der Stadtrat soll sich im Herbst mit der Verschärfung der Brennstoffverordnung beschäftigen. Lorenz kann sich vorstellen, dass die Stadt den Betroffenen 2015 einen „Sprinterbonus“ seitens als Zuschuss gewährt, um den Kauf eines neuen Ofens zu erleichtern. Kachelöfen und offene Kamine sind übrigens von der Brennstoffverordnung ausgenommen.

Johannes Welte

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