Verwaltung lehnt Antrag ab

Stadt will keine Gastro-Gutscheine für Münchner: „Bedauere die Ablehnung sehr“

Leere Tische und Stühle stehen in einem Biergarten.
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Leere Tische und Stühle stehen in einem Biergarten.

Weitere finanzielle Hilfen für die Münchner Gastronomie wird es nicht geben. Das Wirtschaftsreferat lehnt es ab, Verzehrgutscheine an die Münchner auszugeben. Beantragt hatte dies im Mai die Stadtrat-CSU.

Demnach hätte jeder Singlehaushalt in der Landeshauptstadt einen Gutschein über 25 Euro, alle Mehrpersonenhaushalte einen im Wert 50 Euro erhalten sollen. Diese Gutscheine hätten in allen 8000 Münchner Gastronomiebetrieben eingelöst werden können. Die Gültigkeit wäre auf Speisen und antialkoholische Getränke beschränkt worden.

Der Stadt wäre dies aufgrund der angespannten Haushaltslage allerdings zu teuer. Wie das Wirtschaftsreferat schreibt, gibt es in München 448 732 Ein-Personen-Haushalte und 383 896 Haushalte mit mehreren Personen. Demnach hätte die Stadt mehr als 30 Millionen Euro ausgeben müssen.

CSU-Chef Manuel Pretzl bedauert die ablehnende Haltung der Verwaltung dennoch. „Viele Wirte kämpfen um ihre Existenz, und selbst etablierte Häuser wie der Paulaner im Tal oder der Donisl mussten schon aufgeben“, sagte Pretzl unserer Zeitung. „Wir dürfen die Gastronomie in der Krise nicht im Stich lassen. Wirtshäuser, Restaurants, Bars und Kneipen sind sehr wichtig für das soziale Leben in der Stadt.“ Viele Menschen seien noch in Kurzarbeit und müssten sich gut überlegen, ob sie auswärts essen gehen können. „Bei allem Verständnis für die angespannte Situation des Haushalts bedauere ich die Ablehnung sehr. Die Stadtregierung sollte auch in der Krise nicht an der Lebensfreude ihrer Bürger sparen.“

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