Stadt will mehr öffentliche Klos - und schafft eine zentrale Stelle

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Die Stadt will mehr öffentliche Toiletten.

Öffentliche Toiletten gibt es in München zu wenige, die Beschwerden der Bürger häufen sich. „Dass es ein WC gibt, ist mittlerweile elementar“, sagte Grünen-Chefin Katrin Habenschaden. Teil des Problems ist die Zuständigkeit:

Die derzeit rund 150 öffentlichen Örtchen verteilen sich auf U-Bahnhöfe (Münchner Verkehrsgesellschaft), Grünanlagen (Baureferat), städtische Gebäude (Kommunalreferat) und auf die Friedhöfe, für die das Referat für Gesundheit und Umwelt zuständig ist. Der Stadtrat hat gestern entschieden, eine zentrale Stelle zu schaffen, die im Baureferat angesiedelt werden soll. Von dort aus soll der Ausbau des WC-Netzes koordiniert werden, bei neuen Einrichtungen sollen die Bedürfnisse von Behinderten einbezogen werden, wie auch Wickeltische in Männerklos. 

Ferner soll von Schließungen weiterer Toiletten-Anlagen nach Möglichkeit abgesehen werden. Das war in der Vergangenheit der Fall – oft aus finanziellen Gründen. Bereits geschlossene Häusl könnten sogar wieder eröffnet werden, sofern sie wirtschaftlich zu betreiben sind. OB Dieter Reiter (SPD) betonte in dem Zusammenhang: „Wir wollen kein Geschäft mit dem Geschäft machen.“ Sprich: Die Toiletten werden wohl ohne Gebühren zu nutzen sein, müssen aber eine entsprechend hohe Frequenz aufweisen.

Der Stadtrat hatte in der Vergangenheit versucht, mit dem Konzept „Nette Toilette“ das Klo-Dilemma zu lösen. Die Idee: Die Stadt zahlt Wirten, vor allem in der Innenstadt, eine Obulus, wenn sie ihre Gaststätten-WCs nicht nur Gästen, sondern eben auch Besuchern zur Verfügung stellen. Das Konzept fand allerdings nur wenig Anklang. SASCHA KAROWSKI

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