Tag der offenen Tür

Stadtentwässerung: Abwasser mal anders

Künstler Manfred Beck bringt das riesige Wasser­becken unterm Hirschgarten zum Leuchten.

München - Abwasserbecken? Das klingt nach Dunkelheit und Gestank – nicht aber nach Kunst und Tenorgesang! Das Klischee des miefigen Abwassersystems wurde am Sonntag aber definitiv widerlegt!

Die Münchner Stadtentwässerung hat zum Tag der offenen Tür geladen. Höhepunkt: Führungen durch das Regenrückhaltebecken unterm Hirschgarten.

Die Männer von der Stadtentwässerung präsentieren ihre Arbeit.

Das 1995 erbaute Becken ist über 210 Meter lang und knapp 37 Meter breit. „Hier passt so viel Wasser rein, wie wenn man die Allianz Arena bis zum zweiten Rang auffüllt“, erklärte Andreas Krötz von der Stadtentwässerung. Im Vorfeld konnte man sich für die kostenlosen Tickets bewerben. „Nach zwei Tagen war alles ausgebucht“, sagt Sprecher Mathias Wünsch. Die nächsten kostenlosen Führungen wird es zur Langen Nacht der Museen (15. Oktober) geben.

Das beeindruckende Regenrückhaltebecken schützt München vor Überschwemmungen. Bei sehr starkem Regen, wenn das Abwassersystem nicht alles aufnehmen kann, werden die Becken für das überschüssige Wasser benutzt. „Früher hat man es einfach in die Isar geleitet“, verrät Wünsch. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Statt als braunes Dreckwasser in die Isar, wird das Wasser heutzutage in die Kläranlage geleitet.

Am Sonntag zeigte sich das Becken aber nicht nur von seiner nützlichen, sondern vor allem auch von seiner schönen Seite mit einer beeindruckenden Lichtshow inklusive Tenor Künstler – Manfred Beck von mbeam sei Dank. Abwassersysteme können also auch Spaß machen! 

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