Antrag von ÖDP und Freien Wählern

Stadträte wollen ab 20 Uhr ein Glasflaschen-Verbot für die Isar: „Verhältnismäßig und gerechtfertigt“

Der Isarstrand in München.
+
Die Isar wird auch zum Feiern genutzt. Nun fordern Politiker ein Verbot von Glasflaschen.

Wird das Glasflaschen-Verbot in München ausgeweitet? Die Stadträte von ÖDP und Freie Wählern zumindest möchten das. In einem Antrag fordert die Fraktion eine Isar-Regelung.

München - Wie berichtet, hatte die Stadt für Gärtnerplatz, Wedekindplatz sowie den nördlichen Teil der Türkenstraße ein Verbot erlassen. Glasbehältnisse dürfen dort täglich zwischen 20 bis 6 Uhr des Folgetages weder mitgeführt, noch benutzt werden - ausgenommen sind die Freischankflächen der Gastronomie.

In dem Antrag der Fraktion heißt es, die Isar sei ein innerstädtisches Juwel der Naherholung und ein schützenswerter ökologischer Rückzugsort inmitten der immer dichter besiedelten Stadt. Seltene Tier- und Pflanzenarten hätten in der vielseitigen Flusslandschaft ihr Zuhause gefunden. Erholungssuchende und Sportler freuten sich über eine Pause vom Großstadt-Stress und verbringen laue Sommerabende an ihrer Isar.

München: Scherben und Gewaltexzesse machen die Sommerlaune zunichte

„Niemand will den Münchnern ihr Feierabendbier an der Isar verbieten“, sagt Fraktionschef Tobias Ruff (ÖDP). Allerdings sei die Situation an der Isar mittlerweile wirklich gefährlich. „Durch versteckte Scherben im seichten Wasser und am Ufer ist es kaum möglich, bedenkenlos die Füße in die Isar zu halten. Noch schlimmer sind freilich die fast tödlichen Angriffe mit Glasflaschen, zu denen es dieses Jahr bereits auf der Reichenbachbrücke gekommen ist.“

Gewaltexzesse und gefährdendes Verhalten dürfte die Stadt München* nicht einfach hinnehmen. „Ein Verbot von Glasflaschen ab 20 Uhr ist verhältnismäßig und daher gerechtfertigt. Schließlich muss die Isar für alle ein sicherer Raum der Naherholung bleiben!“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare